Uri schliesst 2018 glänzend schwarz statt rot ab


Roman Spirig
Regional / 14.03.19 10:34

Höhere Steuereinnahmen bei natürlichen Personen und tiefere Ausgaben in der Verwaltung haben die Urner Kantonsrechnung gegenüber dem Budget auf den Kopf gestellt. Statt eines Verlusts von 7,8 Millionen Franken bleiben dem Kanton unter dem Strich 7 Millionen Franken Gewinn.

Uri schliesst 2018 glänzend schwarz statt rot ab
Uri schliesst 2018 glänzend schwarz statt rot ab

Dass die Zahlen 2018 glänzend schwarz statt wie budgetiert rot sind, verdankt Uri Mehrerträgen von 10,7 Millionen Franken und Minderaufwendungen von 4,1 Millionen Franken, wie die Finanzdirektion am Donnerstag mitteilte. Der Gesamtaufwand für die Staatstätigkeit belief sich auf 409,8 Millionen Franken.

Den Hauptharst der Einsparungen schulterte die Verwaltung: Der Personalaufwand fiel 3,4 Millionen Franken günstiger aus. Durch Veränderungen bei den Rückstellungen für den Abriss des Kantonsspitals Uri wurde die Rechnung um weitere 1,9 Millionen Franken entlastet. 1,4 Millionen Franken über dem Budget schlugen dagegen die innerkantonalen stationären Spitalbehandlungen zu Buche.

Von den knapp 11 Millionen Franken Mehreinnahmen verdankt Uri 3,4 Millionen Franken den Steuerzahlern, wobei natürliche Personen hier den Grossteil ausmachten. Von der Schweizerischen Nationalbank (SNB) gab es 2,7 Millionen Franken mehr als budgetiert, die CKW-Aktien spülten dank einer Marktwertanpassung unerwartete 1,8 Millionen Franken in die Urner Bilanz und das Amt Betrieb Nationalstrassen überführte 700'000 Franken freie Mittel.

Dazu kommen 4,6 Millionen Franken aus zahlreichen kleineren Abweichungen. Das Ergebnis sei "höchst erfreulich", hält die Urner Finanzdirektion fest. Allerdings bleibe die Lage aufgrund der rückläufigen Ressourcenausgleichserträge angespannt. Und auch der Mittelabfluss der Grossinvestitionen stehe noch bevor.

Die Nettoinvestitionen fielen mit 29,5 Millionen Franken um 6,2 Millionen Franken tiefer aus als budgetiert. Die nicht getätigten Investitionen sind insbesondere im der Baudirektion auszumachen, über zwei Millionen Franken bei den Kantonsstrassen, etwa durch Vergabeerfolg oder Projektverzögerungen, und fast fünf Millionen Franken im Hochbau.

Der Selbstfinanzierungsgrad, die Deckung der Nettoinvestitionen, lag bei 96,5 Prozent. Das Nettovermögen reduzierte sich um 5,4 Millionen auf 71 Millionen Franken, ein Tiefststand seit 2013. Für die Jahre bis 2022 rechnet die Regierung mit positiven Abschlüssen.

(sda)


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