100 Personen an Demo erlaubt: Zürich passt Covid-19-Verordnung an


News Redaktion
Schweiz / 16.04.21 10:09

Der Zürcher Regierungsrat hat die kantonale Covid-19-Verordnung bis Ende Mai verlängert. Neu erlaubt er nach den Lockerungen durch den Bund auch Demonstrationen mit bis zu 100 Personen.

In Zürich dürfen ab Montag wieder 100 Personen demonstrieren. Der Regierungsrat passt die Covid-Verordnung an. (Symboldbild) (FOTO: KEYSTONE/ALEXANDRA WEY)
In Zürich dürfen ab Montag wieder 100 Personen demonstrieren. Der Regierungsrat passt die Covid-Verordnung an. (Symboldbild) (FOTO: KEYSTONE/ALEXANDRA WEY)

Ab Montag sind in der Schweiz bei Veranstaltungen im Freien bis zu 100 Personen erlaubt. Aus epidemiologischer Sicht spiele es keine Rolle, ob Menschenansammlungen an Kundgebungen oder sonst wie entstehen, schreibt der Regierungsrat in einer Mitteilung vom Freitag. Vor diesem Hintergrund wird die zulässige Höchstzahl für Kundgebungen und Unterschriftensammlungen auf 100 Personen erhöht.

Der Zürcher Regierungsrat hat die kantonale Verordnung über Massnahmen zur Bekämpfung der Covid-19-Epidemie entsprechend geändert. Er hat sie zudem in weiteren Punkten an die neuen Bundesmassnahmen angepasst.

Bislang galt im Kanton Zürich für öffentliche zugängliche Einrichtungen eine verlängerte Sperrstunde: Namentlich Einkaufsläden, Tankstellenshops, Take-Aways und Kioske mussten von 22 bis 6 Uhr geschlossen bleiben. Davon ausgenommen waren unter anderem Apotheken und Tankstellen ohne Shops.

Der entsprechende Paragraph 6 in der kantonalen Verordnung wird nun gestrichen. Damit gilt die Bundesregelung, die eine Sperrstunde von 23 bis 6 Uhr vorsieht.

An Paragraph 5 hält der Regierungsrat aber vorderhand fest, wie er mitteilt. Demnach bleibt Prostitution im Kanton Zürich verboten.

Die angepassten kantonalen Regelungen gelten - wie die gelockerten Massnahmen des Bundes - ab Montag, 19. April. Der Regierungsrat hat die befristete kantonale Covid-19-Verordnung bis 31. Mai verlängert. Vor Ende Mai will der Regierungsrat über eine weitere Verlängerung sowie dann allfällige Anpassungen entscheiden.

(sda)


Anzeige

Das könnte Sie auch interessieren

Manchester City muss noch warten
Sport

Manchester City muss noch warten

Manchester City vergibt in der 35. Runde der Premier League den ersten Matchball zum Meistertitel.

Sturgeon deutet schottisches Unabhängigkeitsreferendum für 2022 an
International

Sturgeon deutet schottisches Unabhängigkeitsreferendum für 2022 an

Die schottische Regierung erwägt eine neue Volksabstimmung über die Unabhängigkeit von Grossbritannien bereits im nächsten Jahr. Dies deutete Regierungschefin Nicola Sturgeon nach dem Erfolg ihrer Schottischen Nationalpartei (SNP) bei der Regionalwahl am Sonntag in der BBC an.

Luzerner Kantonsrat gegen Ausländerstimmrecht
Regional

Luzerner Kantonsrat gegen Ausländerstimmrecht

Eine Kommission des Luzerner Kantonsrats muss sich mit der Frage beschäftigen, ob Luzerner Gemeinden der ausländischen Bevölkerung das Stimmrecht sollen gewähren dürfen. Die angestrebte Verfassungsänderung dürfte indes einen schweren Stand haben.

8 von 10 Kindern leben mit beiden Eltern - Katholische sogar öfter
Schweiz

8 von 10 Kindern leben mit beiden Eltern - Katholische sogar öfter

In der Schweiz ist die klassische Familie kein Auslaufmodell: Ein Drittel der Privathaushalte haben eine traditionelle Papa-Mama-Kind-Struktur und 81 Prozent der Kinder leben in einer Erstfamilie - besonders oft in der Innerschweiz, seltener in der Romandie.