23 Schwyzer Gemeinden erhalten 43 Millionen Franken Ausgleich


Roman Spirig
Regional / 02.07.19 10:55

Die vier Schwyzer Gemeinden Freienbach, Wollerau, Feusisberg und Altendorf bezahlen 2020 zum Ausgleich der Steuerkraft zusammen 43 Millionen Franken in den innerkantonalen Finanzausgleich. Davon profitieren 23 finanzschwache Gemeinden.

23 Schwyzer Gemeinden erhalten 43 Millionen Franken Ausgleich (Foto: KEYSTONE /  / )
23 Schwyzer Gemeinden erhalten 43 Millionen Franken Ausgleich

Mit über 13 Millionen Franken erhält Einsiedeln mit Abstand am meisten aus dem Finanzausgleichstopf, wie das Schwyzer Finanzdepartement am Dienstag mitteilte. Grosse Nehmergemeinden sind auch Arth (7,7 Millionen Franken) und Muotathal (7,3 Millionen Franken).

Im Vergleich zum laufenden Jahr erhält Steinen 1,5 Millionen Franken mehr Finanzausgleich, bei Galgenen dagegen sind es fast 1,2 Millionen weniger. Freienbach bezahlt mit 15,3 Millionen Franken zwar immer noch am meisten, allerdings reduzierte sich der Beitrag um 2,3 Millionen Franken, während er für Feusisberg um 1,2 Millionen Franken auf 12,6 Millionen Franken stieg.

Auch die Bezirke sind in den Finanzausgleich eingebunden. Der Bezirk Höfe entrichtet 8,6 Millionen Franken an die beiden Bezirke Schwyz und March. Ergänzt wird die gesamte Ausgleichssumme durch den Anteil an Grundstückgewinnsteuer über 11 Millionen Franken sowie eine Schlusszahlung aus Grundstückgewinnsteuern von 4 Millionen Franken.

21 strukturschwächere Gemeinden erhalten zudem vom Kanton unverändert insgesamt 25 Millionen Franken als Normaufwandausgleich. Dies ist eine Entschädigung für Gemeinden, die überdurchschnittlichen Aufwand in verschiedenen Gebieten ausweisen. Weiter gleicht der Kanton mit 10,5 Millionen Franken Steuermindererträge bei den Gemeinden aus, die für 2020 aus der Steuerrevision resultieren.

Insgesamt werden somit im Kanton Schwyz 77 Millionen Franken umverteilt. Im Projekt "Finanzen 2020" nimmt das Schwyzer Finanzdepartement eine finanz- und steuerpolitische Standortbestimmung vor. Der entsprechende Bericht soll im Frühling 2020 vorliegen.

(sda)


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