A13 nach Starkregen gesperrt - Fahrzeuginsassen in Splügen gerettet


Roman Spirig
Schweiz / 12.06.19 12:48

Starker Regen hat in der Nacht auf Mittwoch Teile des Kantons Graubünden erfasst. In Splügen mussten zwei Personen aus einem Fahrzeug gerettet werden, das in einen Bach geraten war. Diverse Strassen wurden gesperrt, darunter die Nationalstrasse A13.

A13 nach Starkregen gesperrt - Fahrzeuginsassen in Splügen gerettet (Foto: KEYSTONE / KAPO GR / )
A13 nach Starkregen gesperrt - Fahrzeuginsassen in Splügen gerettet (Foto: KEYSTONE / KAPO GR / )

Von Dienstagabend 22 Uhr bis Mittwochmorgen 9 Uhr gingen bei der Einsatzleitzentrale der Kantonspolizei Graubünden über 15 Meldungen zu Ereignissen mit Starkniederschlägen ein. In diversen Teilen des Kantons standen Feuerwehren, das Tiefbauamt und weitere Organisationen im Einsatz.

Besonders betroffen waren laut Polizeiangaben die Regionen Mesolcina und Rheinwald. In Splügen wurde beim oberen Bergbahnparkplatzes ein Auto vom ansteigenden "Hüscherabach" erfasst und in den Bach gerissen.

Mit einem Kranfahrzeug konnten die beiden Insassen unverletzt, jedoch unterkühlt aus dem Fahrzeug geborgen werden. In Cama wurden zwei Familien und in Medels Bewohner eines Hauses sowie deren Tiere aus dem Stall vorsorglich evakuiert

Die Autostrasse A13 sowie die Italienische Strasse H13 wurden bei Medels und bei Cabbiolo von Murgängen erfasst oder von den Wassermassen bedroht. Sowohl die A13 als auch die Italienische Strasse H13 und der Splügenpass mussten gesperrt werden.

Die Einsatzkräfte nahmen die Aufräum- und Sicherungsarbeiten am Mittwochmorgen mit Hochdruck auf. Im übrigen Kantonsgebiet kam es zu Verkehrsbehinderungen oder Umleitungen.

Der Wetterdienst Meteonews schrieb am Mittwoch von "teils unwetterartigen Regenmengen" in der Schweiz. Die seit Sonntag gemessenen Mengen hätten teilweise die durchschnittlichen Regenmengen, welche über den ganze Monat Juni verteilt fielen, überstiegen. Für neue Niederschlagsrekorde habe es aber nicht gereicht.

In einer stark ausgeprägten südlichen Höhenströmung wurden seit Sonntag sehr feuchte und labile Luftmassen in den Alpenraum geführt, die kräftige und gewittrig durchsetzte Niederschläge auslösten. Starker Regen prasselte laut Meteonews nieder in der Region Bern, in der Zentralschweiz und in der Ostschweiz. Die Niederschlagsmengen hätten sich auf 30 bis 60 Millimeter summiert.

In der Romandie, entlang des Juras, im Chablais, im Obergoms, im Gotthardgebiet sowie in Teilen der Surselva kamen verbreitet 60 bis 90 Millimeter, stellenweise auch über 100 Millimeter Regen zusammen. Am meisten Niederschlag fiel gemäss Meteonews zwischen der Simplonsüdseite und dem Sopraceneri mit 150 bis knapp 200 Millimetern.

(sda)


Anzeige
Anzeige

Das könnte Sie auch interessieren

Einschränkungen auf SBB-Netz bis nächste Woche
Schweiz

Einschränkungen auf SBB-Netz bis nächste Woche

Obwohl die SBB alle Dienste maximal verstärkt hat, rechnet sie wegen des Schnees und der Kälte mit gewissen Einschränkungen im Bahnverkehr in der kommenden Woche. Die Zahl der Störungen ist immens.

Zehnjähriges Mädchen bei Schlittelunfall schwer verletzt
Schweiz

Zehnjähriges Mädchen bei Schlittelunfall schwer verletzt

Bei einem Schlittelunfall hat sich ein zehnjähriges Mädchen am Sonntagmorgen in Ennetbürgen NW schwer verletzt. Es hatte mit seinem Bob mit hoher Geschwindigkeit einen Maschendrahtzaun durchbrochen und stürzte anschliessend mehrere Meter in den Hausschacht einer Liegenschaft hinunter.

Indien beginnt Corona-Impfungen - Modi: Grösste Kampagne der Welt
International

Indien beginnt Corona-Impfungen - Modi: Grösste Kampagne der Welt

Indien hat seine Corona-Impfkampagne begonnen. Bis zum Sommer sollen rund 300 Millionen Menschen in dem Riesenland geimpft werden. Premierminister Narendra Modi sagte, es handele sich um die grösste Impfaktion der Welt.

McAllister: EU-Parlament vermisst seit Brexit den britischen Humor
International

McAllister: EU-Parlament vermisst seit Brexit den britischen Humor

Dem Europaabgeordneten David McAllister (CDU) zufolge fehlt im EU-Parlament seit dem Brexit der britische Humor. Er und seine Kollegen vermissten die Briten im Parlament auf persönlicher Ebene, aber auch "ihren Pragmatismus, ihren Humor und ihre Rhetorik", sagte der deutsche Politiker, der selbst britische Wurzeln hat, am Sonntag der Nachrichtenagentur PA. Englisch sei in Debatten und Arbeitsgruppen weiterhin die dominierende Sprache, aber der Austausch sei sprachlich langweiliger geworden, da weniger Muttersprachler daran beteiligt seien. Die britischen Abgeordneten, die das Europäische Parlament mit dem Brexit am 31. Januar 2020 verlassen haben, hätten "ordentlich Würze" in die politische Debatte gebracht, so der Brexit-Beauftragte McAllister.