Aargauer Kunsthaus präsentiert 230 Skulpturen aus 75 Jahren


News Redaktion
Schweiz / 11.06.21 11:52

Das Aargauer Kunsthaus zeigt in seiner neuen und umfassenden Schau 230 Skulpturen von 150 Kunstschaffenden aus allen Landesteilen. Die realen Objekte entstanden in der Zeit von 1945 bis heute. Sie ermöglichen einen Parcours durch die Kunstgeschichte.

Im Aargauer Kunsthaus zu sehen: Sie Skulptur
Im Aargauer Kunsthaus zu sehen: Sie Skulptur "Le Cyclop – La Tête" von Jean Tinguely und Niki de Saint Phalle. (FOTO: Aargauer Kunsthaus)

Die Ausstellung im Kunsthaus, auf dessen Dachterrasse und im angrenzenden Rathausgarten will das breite Spektrum der Ausdrucksformen der Künstlerinnen und Künstler abbilden. Die jüngere Kunstgeschichte der Schweiz zeichne sich aus durch Innovation, Vielfalt und enge Verflechtungen mit der internationalen Kunstszene, schreibt das Aargauer Kunsthaus.

Zu sehen sind unter anderem Bronzefiguren von Alberto Giacometti, die geometrischen Körper von Max Bill, die kinetischen Maschinen aus Schrott von Jean Tinguely und Eisenplastiken von Bernhard Luginbühl. Das Kunsthaus präsentiert auch die unförmigen Tastsäcke von Doris Stauffer und die Polyester-Aliens des Oscar-Preisträgers H.R. Giger.

Der Rundgang durch die Ausstellung Schweizer Skulptur seit 1945 folgt einer losen Chronologie. Diese beginnt mit den avancierten Positionen der unmittelbaren Nachkriegszeit wie Jean Arp, Max Bill und Alberto Giacometti und geht weiter mit Traditionalisten wie Karl Geiser und Remo Rossi. In den 1960er Jahren entstanden neue Avantgarden, etwa der Nouveau Réalisme, massgeblich geprägt durch Jean Tinguely, Niki de Saint Phalle und André Thomkins.

In den 1970er Jahren entwickelten sich die Stile breiter. Vieles sei möglich geworden - bis zum Höhepunkt in den 1980er Jahren. Das Alltägliche sei in die Kunst eingekehrt und habe mit dem Duo Fischli/Weiss die internationale Kunstbühne erobert, erläutert das Kunsthaus.

Bei den jüngsten Generationen liessen sich zwei unterschiedliche Haltungen beobachten: Alles sei erlaubt, weil es alle Formen der Skulptur schon einmal gegeben habe. Gleichzeitig sei das Interesse am Material neu erwacht.

Die Ausstellung Schweizer Skulptur seit 1945 dauert bis zum 26. September.

(sda)


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