Aargauer Regierung zu General Electric: "Massiver Verlust von Arbeitsplätzen"


Roman Spirig
Regional / 17.06.19 12:20

Der Aargauer Regierungsrat bedauert den erneuten Abbau von 450 Stellen bei General Electric (GE). Es komme zum dritten Mal hintereinander zu einem substantiellen Stellenabbau.

Aargauer Regierung zu General Electric: Massiver Verlust von Arbeitsplätzen (Foto: KEYSTONE / WALTER BIERI)
Aargauer Regierung zu General Electric: Massiver Verlust von Arbeitsplätzen (Foto: KEYSTONE / WALTER BIERI)

"Der nochmalige Abbau widerspricht früheren Aussagen von GE", wird Landammann Urs Hofmann in einer Stellungnahme zitiert: "Wir bedauern den nochmaligen massiven Verlust von Arbeitsplätzen."

Der Regierungsrat erwartet, dass GE intensiv nach Lösungen sucht, um die Zahl der Kündigungen möglichst gering zu halten. Weiter fordert er den Konzern auf, alles daran zu setzen, soziale Härtefälle zu vermeiden.

Es werde erwartet, dass im Einzelfall grosszügige Lösungen getroffen würden. Oberstes Ziel bei den nun beginnenden Konsultationsverfahren mit den Sozialpartnern müsse es sein, für möglichst viele der vom Stellenabbau betroffenen Mitarbeitenden neue Arbeitsplätze zu finden.

Wie von GE bereits zu einem früheren Zeitpunkt angekündigt, soll die Produktion am Standort Oberentfelden nach Birr verlegt werden. Davon betroffen sind rund 500 Mitarbeitende. Deren Arbeitsplätze bleiben erhalten.

GE kündigte gemäss Regierungsrat an, rund 30 Millionen Franken in die Sanierung und den Umbau der Produktionsanlagen in Birr zu investieren. Der Kanton erwartet, dass diese Investition zur langfristigen Sicherung der Produktionsarbeitsplätze im Werk Birr beiträgt.

Von einem "schmerzhaften Schlag für den sich allgemein solid entwickelnden Wirtschaftsstandort" spricht der Stadtrat Baden in einer Stellungnahme. In Baden würden 350 Stellen wegfallen.

Der Wirtschaftsstandort Baden gehöre bei Hightech Energie weltweit zu den bedeutendsten Kompetenzzentren. Mit Blick auf die in der Region anhaltend starke Nachfrage nach hochqualifizierten Fachkräften sei Zuversicht angebracht, dass für die Betroffenen attraktive Job-Alternativen bestünden, hiess es.

(sda)


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