Abwärtstrend? Nidwaldner Unternehmen blicken skeptischer in die Zukunft


Roman Spirig
Regional / 12.02.19 10:25

Die Unternehmen im Kanton Nidwalden sind weniger optimistisch für die Zukunft als vor einem halben Jahr. Weniger als die Hälfte der Teilnehmer einer Befragung für das Wirtschaftsbarometer stufen die Aussichten ihrer Firmen für die nächsten 12 Monate als "gut" ein.

Abwärtstrend? Nidwaldner Unternehmen blicken skeptischer in die Zukunft  (Foto: KEYSTONE / URS FLUEELER)
Abwärtstrend? Nidwaldner Unternehmen blicken skeptischer in die Zukunft (Foto: KEYSTONE / URS FLUEELER)

Der Kanton Nidwalden lässt die Online-Befragung seit 2006 halbjährlich durchführen. 47 Prozent der Teilnehmer beurteilen die Aussichten ihrer Unternehmen im kommenden Jahr als gut, 48 Prozent als befriedigend und 5 Prozent als schlecht. Das geht aus der aktuellen Erhebung hervor, die das Volkswirtschaftsdepartement am Dienstag publizierte.

Bei der Befragung im Sommer 2018 waren noch 55 Prozent guten Mutes gewesen. Damit ist der Wert zum zweiten Mal in Folge gefallen. Ausschlaggebend für den jüngsten Rückgang sei in erster Linie die Beurteilung des aktuellen Auftragsstandes, heisst es in der Studie.

Hier kreuzten noch 45 Prozent der Befragten ein "gut" an, nach 56 Prozent im Sommer. Für genügend befinden ihn weitere 45 Prozent, und 10 Prozent für ungenügend.

Skepsis herrscht insbesondere in der Baubranche. Hier blicken noch 27 Prozent der Befragten optimistisch auf die nächsten zwölf Monate, nach 37 Prozent bei der letzten Erhebung. Auch bei den Unternehmen im Handel und Gewerbe ging der Wert von 65 auf noch 46 Prozent zurück, 32 Prozent waren zufrieden mit den Auftragsbüchern. Im Baugewerbe bezeichnen noch 37 Prozent den aktuellen Auftragsbestand als gut.

Besonders zufrieden mit den Auftragsbüchern zeigen sich die Tourismus- und Dienstleistungsunternehmen mit 57 respektive 52 Prozent. Für das Wirtschaftsbarometer wurden per Anfang Dezember 2018 277 Firmen angeschrieben. 212 Unternehmen nahmen an der Umfrage teil, was einer Quote von 76,5 Prozent entspricht. Die Unternehmen beantworten sechs Fragen, etwa zu Auslastung, Personalbestand, Aufträgen und Erträgen.

(sda)


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