Adidas will keine Miete mehr zahlen - Management stundet Gehälter


News Redaktion
Wirtschaft / 27.03.20 15:32

Adidas hat 2019 ein Rekordjahr hingelegt und fährt seit Jahren Milliardengewinne ein. In der Coronavirus-Krise reagiert das Unternehmen sofort: Die Mietzahlungen für seine Läden setzt Adidas aus. Der Vorstand verzichtet vorübergehend auf Gehaltsauszahlungen.

ARCHIV - Das Logo des Sportartikelherstellers Adidas ist am 03.03.2016 während der Bilanz-Pressekonferenz des Unternehmens in Herzogenaurach (Bayern) auf einem Schuh zu sehen. (zu dpa «Adidas - Jahreszahlen 2016» vom 08.03.2017) (KEYSTONE/DPA/A3609/_Daniel Karmann) (FOTO: KEYSTONE/DPA dpa/A3609/_DANIEL KARMANN)
ARCHIV - Das Logo des Sportartikelherstellers Adidas ist am 03.03.2016 während der Bilanz-Pressekonferenz des Unternehmens in Herzogenaurach (Bayern) auf einem Schuh zu sehen. (zu dpa «Adidas - Jahreszahlen 2016» vom 08.03.2017) (KEYSTONE/DPA/A3609/_Daniel Karmann) (FOTO: KEYSTONE/DPA dpa/A3609/_DANIEL KARMANN)

Ungeachtet von Milliardengewinnen im abgelaufenen Geschäftsjahr will der Sportartikelhersteller Adidas vorerst keine Miete mehr für seine wegen der Coronavirus-Krise geschlossenen Einzelhandelsgeschäfte zahlen. Es ist richtig, dass Adidas, wie viele andere Unternehmen auch, vorsorglich Mietzahlungen temporär aussetzt, wo unsere Läden geschlossen sind. Wir sind dazu mit den betreffenden Vermietern in engem Austausch, erklärte eine Firmensprecherin am Freitag und bestätigte damit einen Bericht der Bild-Zeitung. Später kündigte auch die schwedische Modekette H&M eine ähnliche Vorgehensweise an.

Adidas hatte zuletzt bei Umsatz und Gewinn ein Rekordjahr abgeschlossen. Seine selbst geführten Einzelhandelsläden in Europa und Nordamerika musste Adidas beginnend von Januar an sukzessive wegen der Krise schliessen. In Asien und Lateinamerika waren die Läden zunächst weitergelaufen. In Lateinamerika sind die Geschäfte genauso wie in Teilen Asiens inzwischen ebenfalls geschlossen.

In China seien sie zum Grossteil wieder geöffnet, wenngleich mit teilweise reduzierten Öffnungszeiten. Adidas erlebe in den betroffenen Märkten erhebliche Umsatzeinbussen, teilte eine Sprecherin am Freitag mit.

Der Vorstand um Firmenchef Kasper Rorsted verzichte vorübergehend auf die Auszahlung von 50 Prozent seines Gehaltes. Die Führungsebene unterhalb des Vorstandes verzichte vorübergehend auf Auszahlung von 30 Prozent ihrer regulären Bezüge.

(sda)

Anzeige

Das könnte Sie auch interessieren

Deutsche Ratspräsidentschaft soll
International

Deutsche Ratspräsidentschaft soll "Europa wieder stark machen"

"Gemeinsam. Europa wieder stark machen" - unter dieses Motto stellt die deutsche Regierung ihre EU-Ratspräsidentschaft, die am 1. Juli für sechs Monate turnusgemäss beginnt.

Spital Einsiedeln auch 2019 mit Verlust
Regional

Spital Einsiedeln auch 2019 mit Verlust

Das Spital Einsiedeln hat auch 2019 rote Zahlen geschrieben. Der Verlust konnte gegenüber 2018 aber von 7,1 Millionen Franken auf 6,7 Millionen Franken reduziert werden. Dies sei deutlich unter den Erwartungen, teilte das Regionalspital am Donnerstag mit.

Keine Mundschutz-Pflicht mehr in Polen beim Spaziergang
International

Keine Mundschutz-Pflicht mehr in Polen beim Spaziergang

Polen will von diesem Samstag an die Pflicht zum Tragen von Mund- und Nasenschutz wegen der Corona-Epidemie teilweise aufheben.

Casinos in Las Vegas sollen nach Corona-Schliessung wieder öffnen
International

Casinos in Las Vegas sollen nach Corona-Schliessung wieder öffnen

Im US-Staat Nevada mit dem Glücksspielparadies Las Vegas sollen nach wochenlangen Corona-Schliessungen die Casinos und Hotels wieder öffnen. Der Gouverneur von Nevada, Steve Sisolak, gab den 4. Juni als Termin bekannt.