Fernando Alonso ab 2021 wieder bei Renault


News Redaktion
Sport / 08.07.20 09:42

Fernando Alonso kehrt 2021 in die Formel 1 zurück. Der Spanier wird dabei zum dritten Mal in seiner Karriere für das Renault-Werksteam fahren, mit dem er 2006 und 2007 Weltmeister wurde.

Fernando Alonso kehrt 2021 in die Formel 1 zurück (FOTO: KEYSTONE/EPA/ANDRE PAIN)
Fernando Alonso kehrt 2021 in die Formel 1 zurück (FOTO: KEYSTONE/EPA/ANDRE PAIN)

Spekulationen über Alonsos Rückkehr in die Formel 1 gab es schon länger. Der Ende Juli 39 Jahre alt werdende Asturier selber liess sich nach seinem Rücktritt zum Ende der Saison 2018 stets ein Hintertürchen offen, dereinst wieder Rennen in der Königsklasse des Motorsports zu bestreiten. Seit Mittwoch steht nun fest, dass der zweifache Champion zu Renault zurückkehrt und dort das Cockpit von Daniel Ricciardo übernimmt, der zu McLaren wechseln wird.

Voller Stolz und mit grossen Emotionen kehre ich zu dem Team zurück, das mir zu Beginn meiner Karriere eine Chance gegeben hat und mir nun die Möglichkeit gibt, auf das höchste Niveau zurückzukehren, sagte Alonso. Renault ist meine Familie und steht für meine liebsten Erinnerungen in der Formel 1 mit meinen beiden Weltmeistertiteln, aber jetzt schaue ich nach vorne.

Alonso hatte die Formel 1 vor gut eineinhalb Jahren verlassen, um sich anderen Projekten im Motorsport wie der Rallye Dakar oder der Langstrecken-WM zu widmen. Sein letztes Formel-1-Engagement bei McLaren war primär von Frust geprägt. Der Spanier fuhr in den vier Jahren nach seinem Wechsel von Ferrari zum einstiegen Weltmeister-Team mehrheitlich der Konkurrenz hinterher. Dies lag vor allem an den leistungsschwachen Honda-Motoren. Alonso liess deshalb mehrmals durchblicken, dass er ein Comeback nur ins Auge fasse, wenn er in einem konkurrenzfähigen Auto Platz nehmen kann.

Dies scheint im Fall von Renault für Alonso nun zu passen. Meine Prinzipien und Ambitionen stimmen mit dem Projekt des Teams überein, betonte der 32-fache GP-Sieger. Die Fortschritte im Winter unterstreichen die Ziele für die Saison 2022, und ich werde meine Erfahrung mit jedem teilen, von den Ingenieuren über die Mechaniker bis zu den Teamkollegen. Das Team möchte und besitzt die Mittel, um zurück auf das Podest zu kommen, genau wie ich.

Renault kämpft seit der Rückkehr als Werksteam 2016 um den Anschluss an Mercedes, Ferrari und Red Bull. Anstatt 2019 jedoch die Top 3 anzugreifen, rutschten die Franzosen in der Konstrukteurswertung sogar noch hinter McLaren in den 5. Rang zurück. Ein Lichtblick dürften die für 2022 geplanten Regel-Reformen sein, die eine grössere Ausgeglichenheit unter den Teams versprechen.

Seine Erfahrung und Entschlossenheit wird es uns ermöglichen, aus jedem von uns das Beste rauszuholen, sagte Renault-Teamchef Cyril Abiteboul zur Verpflichtung von Alonso. Er wird in unser Team, das schnell gewachsen ist, auch eine Kultur des Rennfahrens und Gewinnens einbringen, um zusammen Hürden zu meistern.

Aktuell ist Alonso noch damit beschäftigt, sich seinen Traum von der sogenannten Triple Crown zu erfüllen. Die Siege im Formel-1-Rennen von Monaco und dem Langstreckenklassiker von Le Mans hat der Spanier längst im Sack, ihm fehlt nur noch der Triumph beim Indy 500. Im August will er in den USA in einem McLaren den nächsten Versuch starten.

(sda)


Anzeige

Das könnte Sie auch interessieren

Neuer Anlauf für einen Frieden in Afghanistan
International

Neuer Anlauf für einen Frieden in Afghanistan

In Afghanistan könnten bald Friedensgespräche der Regierung mit den Taliban den erbitterten jahrzehntelangen Konflikt im Land beenden. Dabei geht es um die politische Zukunft und die Neuverteilung von Macht.

Gute Nachrichten aus dem Spital betreffend Jakobsen
Sport

Gute Nachrichten aus dem Spital betreffend Jakobsen

Zwei Tage nach seinem schweren Sturz bei der ersten Etappe der Polen-Rundfahrt ist der niederländischen Radprofi Fabio Jakobsen aus dem künstlichen Koma erwacht.

Kein Maskenzwang im Thurgau - Reisende halten Meldepflicht ein
Schweiz

Kein Maskenzwang im Thurgau - Reisende halten Meldepflicht ein

Der Kanton Thurgau verzichtet vorerst auf eine Maskenpflicht im öffentlichen Raum und in den Schulen. Die Neuinfektionen mit dem Coronavirus steigen zwar an, jedoch auf einem tiefen Niveau, wie der Kanton am Mittwoch mitteilte.

Trennung von Maudet und FDP ist definitiv
Schweiz

Trennung von Maudet und FDP ist definitiv

Der Genfer Staatsrat Pierre Maudet legt keinen Rekurs gegen seinen Ausschluss aus der Genfer FDP ein. Diesen hatte der Parteivorstand Anfang Juli beschlossen. Maudet gab seinen Entscheid am Mittwoch in einem Interview mit der Gratis-Wochenzeitung "GHI" bekannt.