Am Innerschweizerischen: Comeback-König Matthias Sempach gegen Lokalmatador Joel Wicki! Samuel Giger sagt ab


Roman Spirig
Schwingen / 28.06.18 23:00

Sechs Wochen nach seinem Bandscheibenvorfall gibt Schwingerkönig Matthias Sempach am Sonntag am Innerschweizer Fest das Comeback. Er wird nicht geschont und trifft im Anschwingen auf Joel Wicki.

Am Innerschweizerischen: Comeback-König Matthias Sempach gegen Lokalmatador Joel Wicki! Samuel Giger sagt ab
Am Innerschweizerischen: Comeback-König Matthias Sempach gegen Lokalmatador Joel Wicki! Samuel Giger sagt ab

Im luzernischen Ruswil messen sich drei der aktuell bösesten Schwinger. Eigentlich wären es vier gewesen. Aber der junge Thurgauer Samuel Giger, Sieger von drei Kranzfesten in dieser Saison, ist nach seiner vor zwei Wochen erlittenen Schnittverletzung am Daumen noch nicht einsatzfähig.

Dennoch ist die Affiche für das Innerschweizer Teilverbandsfest sehr attraktiv. Man wird sehen, wie weit Sempach nach der Zwangspause schon wieder ist. Wickis härtester und ohnehin grösster Gegner wird Christian Stucki sein. Der Seeländer Hüne und Unspunnensieger setzte sich letzten Sonntag am Bergkranzfest am Schwarzsee durch. Sowohl Wicki als auch Stucki, dem für das Anschwingen der routinierte Urner Eidgenosse Andi Imhof zugeteilt wurde, streben in Ruswil ihren dritten Saisonsieg an.

Die Spitzenpaarungen im Überblick

Joel Wicki trifft beim Anschwingen auf König Matthias Sempach

Andi Imhof beginnt gegen den Unspunnensieger Christian Stucki

Sven Schurtenberger trifft auf Florian Gnägi 

Weiter:

Christian Schuler - Patrick Räbmatter 

Benji von Ah -  Domenic Schneider 

Reto Nötzli - Bruno Gisler

Mike Müllestein - Steven Moser

Andreas Ulrich - Roger Erb

Philipp Gloggner - Michael Rhyner

Erich Fankhauser - Mario Schneider

Marcel Bieri - Johann Borcard

Stefan Arnold - Michel Dousse 

(sda / Central Redaktion)


Erst drei Stunden nach Rennschluss waren am Samstag die Ergebnisse der Abfahrt als offiziell verkündet worden. Die Panne bei der Zeitmessung, hervorgerufen durch die phasenweise nicht funktionierende Verbindung zwischen der an der Ziellinie installierten Infrastruktur und dem Zeitnehmerraum, hatte zu grossen Verzögerungen, noch grösseren Diskussionen und schliesslich einem Protest von Jürgen Kriechbaum geführt. Der Cheftrainer der österreichischen Frauen-Equipe zweifelte die aufgrund der handgestoppten Fahrzeiten erstellte Rangliste an.

Demnach hatte die Italienerin Sofia Goggia das Rennen vor Joana Hählen und Lara Gut-Behrami gewonnen und war die ÖSV-Fahrerin Nicole Schmidhofer Vierte geworden. Standbilder der Zieldurchfahrten hatten allerdings gezeigt, dass die Kärntnerin im Vergleich zu Joana Hählen oder Lara Gut-Behrami vorne gelegen hatte und so hinter Sofia Goggia die Zweitschnellste war.

Im nun überarbeiteten Klassement werden hinter der unumstrittenen Siegerin Sofia Goggia Nicole Schmidhofer als Zweite und Corinne Suter als Dritte geführt. Aus dem ersten Podestplatz im Weltcup für Joana Hählen ist also nichts geworden. Dafür darf sich nun Suter über ihre erste Weltcup-Klassierung unter den ersten drei freuen. Gut-Behrami folgt hinter Schmidhofers Teamkollegin Stephanie Venier auf Platz 6.

Die neuerlichen Änderungen im Klassement haben sich nach einer weiteren Konsultation der per Hand gestoppten Zeiten durch die bei der FIS verantwortliche Arbeitsgruppe und Vertreter der für die Zeitmessung zuständigen Firma Swiss Timing ergeben. In einem Communiqué lässt der Internationale Skiverband (FIS) wissen, dass die Berechnung des Korrektur-Faktors fehlerhaft war.

Die als massgebende Differenz bestimmten 13 Hundertstel waren von der handgestoppten Fahrzeit irrtümlich subtrahiert statt addiert worden - eine Fehlleistung, mit der sich die Verantwortlichen in dieser peniblen Angelegenheit noch einmal der Lächerlichkeit preisgegeben haben.

(sda)


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