Ambri zu Hause weiter stark


News Redaktion
Sport / 26.10.21 22:12

Der HC Ambri-Piotta rennt gegen die SCL Tigers eine Viertelstunde lang einem Rückstand hinterher, gewinnt die Partie gegen die Emmentaler aber mit 3:1.

Tristan Scherwey (rechts) war die grosse Figur beim Berner Sieg gegen Servette (FOTO: KEYSTONE/PETER SCHNEIDER)
Tristan Scherwey (rechts) war die grosse Figur beim Berner Sieg gegen Servette (FOTO: KEYSTONE/PETER SCHNEIDER)

Diese Woche will sich der SCB mit Spielen gegen Servette, Langnau und Ajoie aus der Krise befreien. Der erste Schritt gelang: Bern, der Meister von 2019, machte gegen Servette, den Playoff-Finalisten von 2021, aus einem 1:2-Rückstand ein 3:2.

An der Tabellenspitze verlor Leader Fribourg den Spitzenkampf gegen Verfolger Biel mit 0:1. Gottéron führt die Rangliste bloss noch mit zwei Punkten Vorsprung auf Biel an.

Im Duell gegen Servette erzwang der Berner Tristan Scherwey mit dem 2:2 nach 51 Minuten die Verlängerung, in der er nach 2:05 Minuten auch das Siegestor erzielte.

Mit der späten Wende verhindert der SCB, dass er erneut eine Negativserie von vier Niederlagen wie zu Saisonbeginn ablieferte. Für Genf-Servette, den Playoff-Finalisten der vergangenen Saison, geht der Leidensweg derweil weiter. Die Genfer verpassten es, ihr gutes zweites Drittel, in dem Henrik Tömmernes und Daniel Winnik den zeitweiligen Umschwung vom 0:1 (19.) zum 2:1 (39.) schafften, in einen Sieg umzumünzen und nach dem 3:2 gegen die SCL Tigers vom letzten Samstag zum zweiten Mal in dieser Saison zwei Partien in Folge zu gewinnen.

Weiter nicht in Fahrt kommen die ZSC Lions im Hallenstadion. Gegen die Rapperswil-Jona Lakers resultierte nach einer 2:0-Führung eine 3:4-Niederlage nach Penaltyschiessen - die vierte Niederlage in den letzten fünf Heimpartien. Und beim einzigen Sieg in dieser Spanne, dem 7:5 über Servette, lag der ZSC bis kurz vor Schluss noch 3:5 zurück.

Gegen die Lakers liessen sich die Zürcher übertölpeln. Die Lions führten 2:0 und hätten zu diesem Zeitpunkt deutlicher führen müssen. Ein Geschenk (in der Form eines Fehlpasses im Spielaufbau) verhalf Rapperswil zum Anschlusstreffer. Danach wogte die Partie hin und her. Die Lakers führten bis 33 Sekunden vor Schluss 3:2. Der Zürcher SC vergab nach dem Ausgleich in extremis in der Verlängerung den Sieg, als Denis Hollenstein in den letzten Sekunden das leere Tor nicht traf.

Im Penaltyschiessen war Roman Cervenka für die Lakers zweimal erfolgreich. Denis Hollenstein reüssierte als einziger Zürcher, scheiterte aber mit seinem zweiten Penalty an Melvin Nyffeler.

Meister Zug setzte sich trotz Stürmer-Lazarett (6 verletzte Stammspieler) und trotz zweier Sturmlinien der EVZ Academy in Lausanne durch - nach einem 0:2-Rückstand mit 4:3 nach Verlängerung.

Lausanne konnte von Zugs Absenzen bloss im ersten Abschnitt profitieren. Die Waadtländer gingen mit der ersten Torchance (durch Floran Douay) und der ersten Powerplay-Chance (durch Lukas Frick) mit 2:0 in Führung.

Die Wende zu Gunsten des EV Zug initiierten danach Dario Simion mit seinem siebenten Saisontor zum 1:2 und Leonardo Genoni mit 33 Paraden. Zudem sprangen für die Abwesenden Schweizer Akteure in die Bresche: Verteidiger Claudio Cadonau glich mit dem ersten Saisontreffer zum 2:2 aus, Livio Stadler, auch er ein Abwehrspieler, traf mit seinem zweiten Saisontor zum 3:2 für die Innerschweizer. Schon das erste Saisontor hatte Stadler gegen Lausanne realisiert.

In der Overtime gelang Lino Martschini nach 61:45 Minuten das 4:3-Siegtor.

Der HC Ambri-Piotta rannte gegen die SCL Tigers eine Viertelstunde lang einem Rückstand hinterher, gewann die Partie gegen die Emmentaler aber mit 3:1. Die Leventiner feierten im neunten Spiel in ihrer neuen Arena den sechsten Sieg. Johnny Kneubuehler und Dario Bürgler erzielten zu Beginn des zweiten Abschnitts innerhalb von 196 Sekunden die wegweisenden Tore vom 0:1 (9.) zum 2:1 (26.). Daniele Grassi stellte in der 58. Minute mit dem dritten Treffer den Sieg sicher.

Die Weichen wurden in der 25. Minute gestellt: Jesper Olofsson, der aktuell beste Skorer der Liga, scheiterte mit der besten Torchance der Langnauer an Benjamin Conz (29 Paraden), mit dem Gegenstoss gelang Bürgler das 2:1 für Ambri. Bei den SCL Tigers hütete Ivars Punnenovs (38 Paraden) wieder einmal das Tor.

Zur erwartet klaren Sache geriet die Partie in Lugano. Die Tessiner setzten sich gegen Schlusslicht Ajoie mit 4:1 durch. Schon nach 25 Minuten führte das Heimteam durch zwei Powerplay-Tore und einen Shorthander vor den Augen der langjährigen Lugano-Trainerlegende John Slettvoll mit 3:0.

Die Mannschaft von Trainer Chris McSorley bekundete mit Ajoie - anders als andere Teams - in dieser Saison bislang überhaupt keine Probleme. Schon die erste Partie in Pruntrut hatte Lugano 7:2 gewonnen.

Bei Lugano hütete zum zweiten Mal diese Saison der 33-jährige Kanadier Leland Irving das Tor. Die Premiere hatte Irving in Ambri mit 1:2 verloren. Drei Gegentore in 120 Minuten und eine Fangquote von fast 96 Prozent dürfen sich für Irving sehen lassen.

Bern - Genève-Servette 3:2 (1:0, 0:2, 1:0, 1:0) n.V.

12723 Zuschauer. - SR Stricker/Urban, Steenstra/Huguet. - Tore: 19. Untersander (Kahun) 1:0. 30. Tömmernes (Filppula, Rod) 1:1. 39. Winnik (Vatanen) 1:2. 52. Scherwey (Conacher, Daugavins) 2:2. 63. Scherwey (Daugavins, Untersander) 3:2. - Strafen: 4mal 2 Minuten gegen Bern, 3mal 2 Minuten gegen Genève-Servette. - PostFinance-Topskorer: Kahun; Tömmernes.

Bern: Wüthrich; Untersander, Henauer; Andersson, Beat Gerber; Thiry, Colin Gerber; Kast; Thomas, Kahun, Moser; Conacher, Daugavins, Bader; Praplan, Fahrni, Scherwey; Sciaroni, Neuenschwander, Jeremi Gerber; Berger.

Genève-Servette: Descloux; Karrer, Tömmernes; Vatanen, Maurer; Völlmin, Le Coultre; Smons; Rod, Filppula, Winnik; Moy, Jooris, Vermin; Miranda, Smirnovs, Vouillamoz; Riat, Berthon, Patry; Campagna.

Bemerkungen: Bern ohne Blum, Jeffrey, Pinana und Ruefenacht (alle verletzt), Genève-Servette ohne Antonietti, Jacquemet, Mercier, Richard, Tanner (alle verletzt) und Pouliot (überzähliger Ausländer).

ZSC Lions - Rapperswil-Jona Lakers 3:4 (2:0, 0:1, 1:2, 0:0) n.P.

7337 Zuschauer. - SR Piechaczek/Fluri, Schlegel/Altmann. - Tore: 14. Azevedo (Krüger) 1:0. 17. Malgin (Noreau/Powerplaytor) 2:0. 27. Wick 2:1. 52. Brüschweiler (Dünner, Forrer) 2:2. 54. Mitchell (Cervenka, Zangger) 2:3. 60. (59:27) Chris Baltisberger (Noreau) 3:3 (ohne Torhüter). - Penaltyschiessen: Cervenka 0:1, Quenneville -; Zangger -, Andrighetto -; Eggenberger -, Hollenstein 1:1; Lammer -, Malgin -; Profico -, Azevedo -; Hollenstein -, Cervenka 1:2. - Strafen: je 4mal 2 Minuten. - PostFinance-Topskorer: Hollenstein; Cervenka.

ZSC Lions: Waeber; Weber, Geering; Noreau, Marti; Guebey, Phil Baltisberger; Noah Meier; Sigrist, Malgin, Hollenstein; Chris Baltisberger, Roe, Andrighetto; Azevedo, Krüger, Quenneville; Diem, Schäppi, Pedretti; Sopa.

Rapperswil-Jona Lakers: Nyffeler; Vouardoux, Profico; Sataric, Djuse; Jelovac, Maier; Baragano; Lammer, Albrecht, Cervenka; Zangger, Rowe, Eggenberger; Wick, Dünner, Forrer; Wetter, Mitchell, Brüschweiler; Neukom.

Bemerkungen: ZSC Lions ohne Bodenmann, Morant, Riedi und Trutmann (alle verletzt), Rapperswil-Jona Lakers ohne Aebischer, Lehmann und Moses (alle verletzt). ZSC Lions von 58:27 bis 59:27 ohne Torhüter.

Lausanne - Zug 3:4 (2:0, 0:2, 1:1, 0:1) n.V.

5129 Zuschauer. - SR Tscherrig/Borga, Stalder/Burgy. - Tore: 2. Douay (Genazzi, Bertschy) 1:0. 14. Frick (Genazzi/Powerplaytor) 2:0. 21. (20:52) Simion (Djoos, Kreis) 2:1. 37. Cadonau (Leuenberger) 2:2. 48. Stadler 2:3. 57. Almond (Bertschy) 3:3. 62. Martschini (Djoos, Leuenberger) 3:4. - Strafen: 2mal 2 Minuten gegen Lausanne, 3mal 2 Minuten gegen Zug. - PostFinance-Topskorer: Bertschy; Hansson.

Lausanne: Boltshauser; Heldner, Frick; Glauser, Barberio; Genazzi, Marti; Krueger, Krakauskas; Frolik, Varone, Sekac; Kenins, Bertschy, Douay; Maillard, Jäger, Bozon; Holdener, Almond, Arnold.

Zug: Genoni; Hansson, Stadler; Schlumpf, Gross; Kreis, Djoos; Cadonau; Martschini, Müller, Simion; Klingberg, Leuenberger, Bachofner; Allenspach, Neumann, De Nisco; Hofer, Wüest, Stehli.

Bemerkungen: Lausanne ohne Baumgartner, Emmerton, Fuchs, Riat (alle verletzt) und Gernat (krank), Zug ohne Lander, Senteler, Suri, Zehnder (alle verletzt), Herzog, Kovar und Wüthrich (alle krank).

Ambri-Piotta - SCL Tigers 3:1 (0:1, 2:0, 1:0)

5378 Zuschauer. - SR Lemelin/Hungerbühler, Obwegeser/Wolf. - Tore: 9. Pesonen (Schilt) 0:1. 22. Kneubuehler (Bürgler, Hietanen) 1:1. 26. Bürgler (Isacco Dotti) 2:1. 58. Grassi (Pestoni) 3:1. - Strafen: 3mal 2 Minuten gegen Ambri-Piotta, 5mal 2 Minuten gegen SCL Tigers. - PostFinance-Topskorer: Pestoni; Olofsson.

Ambri-Piotta: Conz; Fora, Isacco Dotti; Hietanen, Burren; Fohrler, Zaccheo Dotti; Hächler, Fischer; Kozun, Regin, DAgostini; Bürgler, Heim, Kneubuehler; Pestoni, Grassi, Zwerger; Trisconi, Kostner, Bianchi.

SCL Tigers: Punnenovs; Blaser, Erni; Schilt, Leeger; Grossniklaus, Elsener; Aeschbach; Grenier, Schmutz, Olofsson; Schweri, Saarela, Pesonen; Petrini, Salzgeber, Sturny; Berger, Diem, Langenegger; Loosli.

Bemerkungen: SCL Tigers ohne Guggenheim, Huguenin (beide krank), Stettler, Weibel, Zaetta und Zryd (alle verletzt). SCL Tigers ab 58:38 ohne Torhüter.

Lugano - Ajoie 4:1 (2:0, 1:0, 1:1)

4756 Zuschauer. - SR Hebeisen/Mollard, Cattaneo/Duarte. - Tore: 4. Josephs (Morini/Powerplaytor) 1:0. 14. Herburger (Bertaggia/Unterzahltor!) 2:0. 26. Fazzini (Alatalo, Arcobello/Powerplaytor) 3:0. 43. Hudacek (Alatalo, Josephs) 4:0. 51. Devos (Fortier/Powerplaytor) 4:1. - Strafen: 5mal 2 Minuten gegen Lugano, 4mal 2 Minuten gegen Ajoie. - PostFinance-Topskorer: Fazzini; Frossard.

Lugano: Irving; Alatalo, Riva; Nodari, Müller; Chiesa, Bernd Wolf; Villa, Haussener; Fazzini, Arcobello, Bertaggia; Hudacek, Thürkauf, Josephs; Vedova, Herburger, Morini; Traber, Walker, Stoffel.

Ajoie: Östlund; Hauert, Pouilly; Birbaum, Joggi; Hänggi, Eigenmann; Schnegg, Helfer; Rohrbach, Frossard, Romanenghi; Wannström, Devos, Fortier; Bogdanoff, Ness, Schmutz; Frei, Macquat, Huber.

Bemerkungen: Lugano ohne Carr, Fatton, Guerra, Loeffel, Schlegel (alle verletzt) und Bödker (überzähliger Ausländer), Ajoie ohne Rouiller (krank), Asselin, Gauthier-Leduc und Hazen (alle verletzt). Ajoie ab 58:53 ohne Torhüter.

1. Fribourg-Gottéron 19/41 (59:40). 2. Biel 19/39 (58:43). 3. Davos 16/34 (58:41). 4. Zug 16/33 (55:39). 5. ZSC Lions 17/30 (53:43). 6. Rapperswil-Jona Lakers 18/27 (50:52). 7. Ambri-Piotta 18/27 (47:45). 8. Lugano 19/26 (53:55). 9. Lausanne 17/24 (47:46). 10. SCL Tigers 19/20 (59:66). 11. Bern 18/19 (49:54). 12. Genève-Servette 18/16 (45:68). 13. Ajoie 16/9 (29:70).

(sda)


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