Andy Murray schlägt Matteo Berrettini


News Redaktion
Sport / 17.01.23 09:35

Der unverwüstliche Andy Murray (35) gibt ein neues Lebenszeichen von sich. Er schlägt am Australian Open den Italiener Matteo Berrettini (ATP 14) in 4:49 Stunden in fünf Sätzen.

Andy Murray eliminiert in der Startrunde mit Vorjahres-Halbfinalist Matteo Berrettini einen Mitfavoriten (FOTO: KEYSTONE/EPA/JAMES ROSS)
Andy Murray eliminiert in der Startrunde mit Vorjahres-Halbfinalist Matteo Berrettini einen Mitfavoriten (FOTO: KEYSTONE/EPA/JAMES ROSS)

Der Schotte, der in Melbourne schon fünf Finals verloren hat, setzte sich gegen Berrettini nach einem abgewehrten Matchball mit 6:3, 6:3, 4:6, 6:7 (7:9), 7:6 (10:6) durch. Nach diesem Sieg gegen Berrettini, so der Platz-Interviewer, werde man ihn in der Rod Laver Arena nur noch "Sir Andy Murray" nennen.

Für Murray ist der Triumph über Berrettini der grösste Erfolg, seit er vor sechs Jahren in Roland-Garros den Halbfinal und in Wimbledon den Viertelfinal erreichte, oder seit er 2019 in Antwerpen (im Final gegen Stan Wawrinka) sein letztes Turnier gewann.

Andy Murray (ATP 66) spielte in den ersten zwei Sätzen unfassbar gut. Danach riss Vorjahres-Halbfinalist Matteo Berrettini die Initiative an sich. Der Italiener schien die Partie aus dem Feuer reissen zu können. Nach mehr als viereinhalb Stunden gelang Murray indes ein phänomenales finales Tiebreak.

Berrettini verliess das Stadion mit Tränen in den Augen. Der Italiener war noch vor acht Monaten die Nummer 6 der Welt. In zwei Wochen wird er im Ranking aus den Top 20 fallen, weil er die Punkte für seinen Vorjahres-Halbfinal in Melbourne (Niederlage damals gegen Rafael Nadal) nicht ersetzen kann.

Und für Andy Murray geht es am Donnerstag weiter. Kann sich der 35-jährige Schotte vom Marathon erholen? Vor einem Jahr besiegte er am Australien Open in der Startrunde Nikolos Bassilaschwili ebenfalls in einem Marathon in fünf Sätzen - und ging zwei Tage später gegen den Japaner Taro Daniel 4:6, 4:6, 4:6 unter.

(sda)


Anzeige
Anzeige

Das könnte Sie auch interessieren

Mehr als hundert Geparden sollen von Südafrika nach Indien umziehen
International

Mehr als hundert Geparden sollen von Südafrika nach Indien umziehen

Über hundert Geparden sollen in den nächsten Jahren von Südafrika nach Indien umziehen. Dies sei Teil eines grossen Programms zur Wiederansiedlung der schnellsten Landtiere der Welt in ihrem Zielland, teilte das südafrikanische Umweltministerium am Donnerstag mit.

Holocaust-Überlebende: Alle Opfergruppen verdienen Anerkennung
International

Holocaust-Überlebende: Alle Opfergruppen verdienen Anerkennung

Die Holocaust-Überlebende Rozette Kats hat in Berlin dazu aufgerufen, alle Opfergruppen des Nationalsozialismus gleichermassen anzuerkennen.

Studierende und Jungparteien fordern Massnahmen bei Stipendien
Schweiz

Studierende und Jungparteien fordern Massnahmen bei Stipendien

Studierendenverbände, Juso und Junge Grüne haben der Zürcher Bildungsdirektion am Freitag einen offenen Brief überreicht. Sie fordern sofortige Massnahmen im Stipendienbereich. Studierende warten zum Teil monatelang auf die Auszahlung.

Europäisches Land will Ukraine offenbar Streumunition liefern
International

Europäisches Land will Ukraine offenbar Streumunition liefern

Ein europäisches Land will der Ukraine offenbar Streumunition zur Verfügung stellen - und Deutschland dafür um eine Liefergenehmigung bitten. Sein Land wolle die umstrittene Munition an Kiew liefern.