Annemarie Schwarzenbachs fotografisches Werk im Paul Klee Zentrum


News Redaktion
Schweiz / 15.09.20 11:04

Erstmals in der Schweiz widmet sich eine Ausstellung ausführlich dem fotografischen Werk von Annemarie Schwarzenbach. Das Berner Zentrum Paul Klee (ZPK) zeigt ihr Schaffen ab Freitag unter dem Titel "Aufbruch ohne Ziel".

Hafen von Massawa, Italienisch-Ostafrika (heute Eritrea) von Annemarie Schwarzenbach: Sie war nicht nur Schriftstellerin und Journalistin, sondern auch Fotografin. Ihr fotografisches Werk steht nun im Zentrum der Ausstellung im Paul Klee Zentrum in Bern. (FOTO: Handout ZPK Bern/Schweizerisches Literaturarchiv | Schweizerische Nationalbibliothek, Bern, Nachlass Annemarie Schwarzenbach)
Hafen von Massawa, Italienisch-Ostafrika (heute Eritrea) von Annemarie Schwarzenbach: Sie war nicht nur Schriftstellerin und Journalistin, sondern auch Fotografin. Ihr fotografisches Werk steht nun im Zentrum der Ausstellung im Paul Klee Zentrum in Bern. (FOTO: Handout ZPK Bern/Schweizerisches Literaturarchiv | Schweizerische Nationalbibliothek, Bern, Nachlass Annemarie Schwarzenbach)

Die 1908 geborene Annemarie Schwarzenbach wurde nur 34 Jahre alt. Und doch ist sie eine der schillerndsten Figuren der modernen Schweizer Kulturgeschichte, wie das Zentrum Paul Klee schreibt. Sie war Schriftstellerin, Journalistin, Fotografin und Reisende - rund 300 Textbeiträge von ihr erschienen zu Lebzeiten in Schweizer Medien.

Trotz ihres jahrelangen Kampfes gegen die Morphiumsucht, zeigte Schwarzenbach in der 1930er-Jahren eine hohe Professionalität als Reise- und Feuilletonjournalistin. Ihre Texte waren ab 1933 zunehmend von eigenen Bildern begleitet. Der Grossteil ihrer rund 4000 Bilder blieben zu ihren Lebzeiten aber unveröffentlicht.

Die Ausstellung im Zentrum Paul Klee macht erstmals Qualität und Umfang von Schwarzenbachs fotografischem Werk ersichtlich. Gerade die Gegenüberstellung von Text und Bild zeigt ihre präzise Beobachtungsgabe im Blick auf die konfliktreiche Zeit der 1930er-Jahre, erklärt Kurator Martin Waldmeier.

Für das ZPK mit seiner spartenübergreifenden Ausrichtung sei es reizvoll, Schwarzenbachs Ausdruckformen als Schriftstellerin, Fotografin und Journalistin zueinander in Bezug zu setzen, erklärt Nina Zimmer, Direktorin des Kunstmuseums Bern und des Zentrums Paul Klee. Die Ausstellung ist bis 3. Januar 2021 zu sehen.

(sda)


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