Annik Kälin gibt die Medaille nicht mehr preis


News Redaktion
Sport / 18.08.22 22:37

Die Bündner Siebenkämpfer Annik Kälin schliesst ihren Wettkampf an den Leichtathletik-Europameisterschaften in München mit einem tollen Erfolg ab.

Annik Kälin verteidigt zuletzt ihre Medaille (FOTO: KEYSTONE/AP/Martin Meissner)
Annik Kälin verteidigt zuletzt ihre Medaille (FOTO: KEYSTONE/AP/Martin Meissner)

Die 22-Jährige gewinnt Bronze, ihre erste Medaille an einer grossen Meisterschaft. Im abschliessenden 800-m-Lauf, der nicht nur ihren Stärken gehört, stellte sie eine persönliche Bestzeit auf, dank der sie sich nicht mehr aus den Medaillenrängen verdrängen liess. Nur die belgische Siegerin Nafissatou Thiam und die Polin Adrianna Sulek lagen zuletzt vor der WM-Sechsten Kälin.

Nebenbei stellte Kälin einen Schweizer Rekord auf. Mit den 6515 Punkten verbesserte sie ihre vor einem Monat an der WM in Eugene aufgestellte Bestleistung um 51 Punkte.

Kälin hatte sich am zweiten Tag in den 2. Zwischenrang vorgearbeitet. Sie lancierte den Kampf um die Medaillen mit einer persönlichen Bestweite von 6,73 m im Weitsprung. Der Speerwurf (46,72) war dann solid, mehr aber nicht.

Den Wettkampf aufgegeben hatte die Niederländerin Anouk Vetter. Durch den Ausfall der Olympia- und WM-Zweiten wurde wahrscheinlich ein zusätzlicher Podestplatz neben Thiam frei.

Eine tolle Leistung zeigte am Donnerstagmorgen der 400-m-Hürdenläufer Julien Bonvin. Der Walliser senkte am Vormittag seinen persönlichen Bestwert auf 49,10 Sekunden und steht im Final. Diesen Schritt schaffte auch der Stabhochspringer Dominik Alberto mit 5,65 m.

Mujinga Kambundji zeigte im Halbfinal über 200 m einen souveränen Auftritt und erreichte mit der Zeit von 22,76 Sekunden den Final problemlos.

(sda)


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