Anti-Rassismus-Demo mit mehreren hundert Menschen in Zürich


News Redaktion
Schweiz / 01.06.20 13:48

In der Stadt Zürich sind am Montag mehrere hundert Personen zu einer Demonstration gegen Rassismus zusammengekommen. Sie protestierten nach einem tödlichen Polizeieinsatz in den USA vergangene Woche unter anderem gegen Polizeigewalt an Schwarzen.

"Black Lives Matter": Demonstranten auf dem Zürcher Bullingerplatz. (FOTO: Keystone-SDA/Silva Schnurrenberger)

Eine Journalistin der Nachrichtenagentur Keystone-SDA vor Ort an der Zürcher Langstrasse schätzte die Teilnehmerzahl auf 1000 bis 2000 Personen. Die Stimmung sei bisher friedlich, die Polizei halte sich zurück. Die Abstandsregeln bezüglich des Coronavirus würden von den Demoteilnehmern allerdings nicht eingehalten.

Die Stadtpolizei Zürich bestätigte einen entsprechenden Einsatz auf Anfrage. Gemäss der Polizei waren mehrere hundert Personen vor Ort.

Die Demonstranten führten Schilder wie Black Lives Matter (zu Deutsch Schwarze Leben zählen) oder Silence is Violence (Schweigen ist Gewalt) mit.

Hintergrund der Demonstration in Zürich ist der Tod eines Afroamerikaners bei einem brutalen Polizeieinsatz in der US-Stadt Minneapolis vor einer Woche. In der Metropole, wo der 46-Jährige zuhause war, gab es die sechste Nacht in Folge Proteste. Diese schlugen in Gewalt um.

Zu ähnlichen Szenen kam es am Wochenende auch in anderen Metropolen wie Los Angeles, San Francisco und New York. Mindestens 40 Städte verhängten nächtliche Ausgangssperren, darunter auch Washington. Die Kundgebungen weiteten sich mittlerweile auf Städte auch ausserhalb der USA aus.

Gemäss der Covid-19-Verordnung des Bundes dürfen in der Schweiz seit Samstag bis zu 30 Personen zu einer Versammlung zusammenkommen. Ab dem 6. Juni dürfen Kundgebungen mit bis zu 300 Personen wieder stattfinden - unter Einhaltung von Hygienemassnahmen. Veranstaltungen mit mehr als 300 Personen bleiben vorerst verboten.

(sda)


Anzeige

Das könnte Sie auch interessieren

International

"All in New York": Metropole will langsam wieder Touristen locken

Mit einer neuen Kampagne will die schwer von der Coronavirus-Pandemie betroffene Millionenmetropole New York nach und nach wieder Touristen anziehen.

Dormakaba ernennt neue Konzernchefin per April 2021
Wirtschaft

Dormakaba ernennt neue Konzernchefin per April 2021

Dormakaba hat die Siemens-Managerin Sabrina Soussan per 1. April 2021 zur neuen Konzernchefin ernannt. Damit endet beim Schliesstechnik-Konzern im kommenden Jahr die Doppelrolle von Riet Cadonau als Unternehmenschef und Präsident des Verwaltungsrates.

Fielmann verbucht Gewinneinbruch wegen Filialschliessungen
Wirtschaft

Fielmann verbucht Gewinneinbruch wegen Filialschliessungen

Filialschliessungen zur Eindämmung der Corona-Pandemie haben der Optikerkette Fielmann im ersten Halbjahr einen Gewinneinbruch eingebrockt. Nach Wiedereröffnung der Geschäfte erholte sich der Absatz aber ab Mai und lag im Juni bereits über dem Vorjahr

International

"One Love": Marley-Familie sammelt mit Neuauflage Corona-Spenden

Mit einer Neuauflage des Hits "One Love" will die Familie der jamaikanischen Reggae-Legende Bob Marley (1945-1981) Spenden zur Bekämpfung der Corona-Pandemie sammeln.