Armee bietet Ende November vordienstliche Cyber-Ausbildung an


News Redaktion
Schweiz / 25.10.21 08:53

Die Schweizer Armee will junge IT-Talente rekrutieren und bietet am 27. November eine vordienstliche Cyber-Ausbildung an. Armeesprecher Stefan Hofer erklärte auf Anfrage, der eintägige Kurs werden anschliessend mit einem freiwilligen Online-Training ergänzt.

Die Schweizer Armee will mit einem neuen vordienstlichen Kurs 16- bis 20-jährige IT-Security-Talente finden und an sich binden. (Symbolbild) (FOTO: KEYSTONE/CHRISTIAN BEUTLER)
Die Schweizer Armee will mit einem neuen vordienstlichen Kurs 16- bis 20-jährige IT-Security-Talente finden und an sich binden. (Symbolbild) (FOTO: KEYSTONE/CHRISTIAN BEUTLER)

Als Grundlage für den Pilotanlass dient laut dem Bundesamt für Verteidigung, Bevölkerungsschutz und Sport (VBS) ein Angriffsszenario, das regelmässig vorkommt, nämlich dass Cyber-Akteure versuchen, in die Informatiksysteme der Armee oder einer anderen Organisation einzudringen.

Das VBS hatte vor zweieinhalb Wochen entsprechende allgemeine Informationen auf seiner Homepage veröffentlicht. Der Blick berichtete am Montag darüber.

Zu der vordienstlichen Ausbildung sollen zunächst rund 20 Jugendliche aus allen Sprachregionen mit unterschiedlichen Vorwissen eingeladen werden. In Kleingruppen und in Begleitung von Spezialistinnen und Spezialisten sollen dabei technische Aspekte, Hintergrundinformationen und die möglichen Auswirkungen eines Angriffs erarbeitet werden.

Die Anmeldefrist für den Pilotanlass läuft derzeit noch. Interessierte Jugendliche von 16 bis maximal 20 Jahren können sich laut VBS für die Teilnahme mit einem kurzen Video, einem Text oder mit einem Bild bewerben. Die persönliche Kreativität dürfe dabei voll ausgeschöpft werden, schreibt das VBS.

Die Jugendlichen werden laut Hofer über Social Media, Internetartikel und durch Mund-zu-Mund-Werbung angesprochen. Die Armee möchte die Anzahl Teilnehmende pro Lehrgang von heute 20 auf künftig 40 erhöhen.

Künftig wird die vordienstliche Ausbildung laut Hofer als Basis für den Cyberlehrgang etabliert. Grundlagenthemen, die heute zu Beginn des Lehrgangs behandelt würden, würden künftig durch die vordienstliche Ausbildung abgedeckt. Dadurch könnte diese Ausbildung thematisch ausgebaut und das Niveau fachlich angehoben werden.

Mit dem neuen Angebot möchte die Armee das Interesse bei jungen IT-Security-Talenten wecken und ihnen Einblick in die Cyberabwehr gewähren. Im September hatte der Bundesrat beschlossen, ein neues Cyberkommando aufzubauen. Ähnliche Vorausbildungen gibt es bereits für Militärpilotinnen, Hundeführer oder Motorfahrerinnen.

(sda)


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