Armon Orlik gewinnt Nordostschweizer Fest souverän


Roman Spirig
Schwingen / 01.07.19 08:15

Zum dritten Mal nach 2016 und 2018 hat Armon Orlik am Nordostschweizer Verbandsfest triumphiert. Im Schlussgang besiegte der 24-jährige Bündner aus Maienfeld den Thurgauer Koloss Domenic Schneider.

Armon Orlik gewinnt Nordostschweizer Fest souverän (Foto: KEYSTONE / ENNIO LEANZA)
Armon Orlik gewinnt Nordostschweizer Fest souverän (Foto: KEYSTONE / ENNIO LEANZA)

Der nunmehr fünffache Saisonsieger Armon Orlik war im 1. Gang des Teilverbandsfestes in Hallau SH gegen den Gästeschwinger Remo Käser zweimal sehr nahe am Resultat. Dennoch musste er dem renommierten Berner ein Remis zugestehen. Ab dem 2. Gang jedoch liess sich Orlik, der nunmehr 17 Kranzfestsiege errungen hat, von keinem Gegner mehr aufhalten.

Im Schlussgang geriet Orlik zu Beginn in schwere Bedrängnis, aber er konnte am Boden dem ungeheuren Druck von Schneiders 130 Kilogramm entweichen. In der 5. Minute hatte Orlik seinerseits im Bodenkampf die Vorteile. Und er drehte den Thurgauer auf den Rücken. Der 25-jährige Schneider bewies mit seinem überzeugenden Auftritt, dass er wie etwa Roger Rychen oder Daniel Bösch hinter Armon Orlik und Samuel Giger der zweiten Garde böser Nordostschweizer angehört. Orlik hat nunmehr alle fünf Duelle mit Schneider an Kranzfesten für sich entschieden.

Für Samuel Giger ist das Comeback nach einer achtwöchigen Pause zufriedenstellend verlaufen. Nach Unentschieden gegen den Nidwaldner Marcel Mathis und den überraschenden Aargauer Jungspund Andreas Döbeli kam Giger schon am Mittag für den Festsieg nicht mehr in Frage. Aber bei seinen Siegen in den übrigen vier Gängen wirkte er souverän und unwiderstehlich. Giger hatte sich Anfang Mai am Thurgauer Kantonalfest an der Schulter verletzt. Bereits Anfang Juni hätte er in die Wettkämpfe zurückkehren können, er verlängerte die Auszeit jedoch um einen weiteren Monat.

Der Schwyzer Gast Mike Müllestein gewann in Läufelfingen das Basellandschaftliche Kantonalfest. Der 30-jährige Eidgenosse aus Steinen setzte sich im Schlussgang gegen den Aussenseiter Stephan Studinger aus dem Solothurnischen durch. Zuvor hatte Müllestein vier Siege errungen. Einzig im Duell mit dem nach elfmonatiger Verletzungspause zurückgekehrten Mario Thürig musste er einen Gestellten hinnehmen. Studinger verdiente sich den Einzug in den Schlussgang mit einem überraschenden Sieg im 5. Gang gegen Thürig.

Die weiteren Favoriten Nick Alpiger, Patrick Räbmatter, Curdin Orlik oder Andreas Ulrich bremsten sich teilweise gegenseitig aus.

(sda)


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