Armutsquote im Kanton Luzern leicht gestiegen


News Redaktion
Regional / 24.06.21 10:31

Der Anteil jener Personen im Kanton Luzern, die als arm gelten, ist leicht grösser geworden. 7,6 Prozent der Bevölkerung verdient nicht genug, dass es für den Lebensunterhalt ausreichen würden. Sozialleistungen verringern allerdings die Armutsquote.

Dorfszene in Luthern: Die Gemeinde im Napfgebiet hat im Kanton Luzern den höchsten Anteil an einkommensschwachen Haushalten. (Archivbild) (FOTO: KEYSTONE/URS FLUEELER)
Dorfszene in Luthern: Die Gemeinde im Napfgebiet hat im Kanton Luzern den höchsten Anteil an einkommensschwachen Haushalten. (Archivbild) (FOTO: KEYSTONE/URS FLUEELER)

Die neusten verfügbaren Zahlen zur Armut im Kanton Luzern stammen aus dem Jahr 2018, wie die Luzerner Statistikbehörde Lustat am Donnerstag mitteilte. Im Vergleich zu 2016, als die Armutsquote noch bei 7,5 Prozent gelegen hatte, stieg sie leicht an.

Stabil geblieben ist dagegen der Anteil jener Personen, die dank staatlicher Unterstützung über die Armutsgrenze gehoben werden konnten. Nach Sozialtransfers wie etwa Sozialhilfe, Ergänzungsleistungen zur AHV/IV oder der Prämienverbilligung verringert sich dieser Anteil auf 3,5 Prozent oder rund 16400 Luzernerinnen und Luzerner.

Nach wie vor am meisten Armutsbetroffene gibt es in der Kategorie Alleinerziehende. Hier stieg der Wert gar an von 25,8 Prozent auf zuletzt 26,7 Prozent. Ein Grund hierfür sieht Lustat in der erschwerten Vereinbarkeit von Familie und Beruf.

Als einkommensschwach gelten Haushalte mit einem frei verfügbaren Einkommen von 16000 Franken oder weniger pro Jahr. Das ist jener Betrag, der nach Steuern, Krankenkassen, Wohn- oder Krankheitskosten übrigbleibt. Hier zeigen sich regionale Unterschiede.

In Luthern, Luzern, Romoos und Emmen sind zwischen 25 und 30 Prozent der Haushalte einkommensschwach. In städtischen Gebieten kann der hohe Anteil erklärt werden mit mehr Alleinerziehenden, Alleinlebenden, Geringqualifizierten oder ausländischen Staatsangehörigen. Im ländlichen Bereich dürfte laut Alleinerziehenden, Alleinlebenden, Geringqualifizierten oder ausländischen Staatsangehörigen. Im ländlichen Bereich dürfte laut Lustat die landwirtschaftliche Prägung dafür verantwortlich sein. In Eich liegt der Wert bei 8,7 Prozent.

(sda)


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