Auf dem Balkan bleiben die Jungen am längsten im Hotel Mama


News Redaktion
Schweiz / 12.08.20 07:27

Nordmazedonier und Montenegriner sind die Nesthocker Europas. Sie sind im Schnitt über 35, wenn sie das Hotel Mama verlassen. Am frühesten flügge werden die Schweden und Luxemburger, die mit 18 respektive 20 von zu Hause ausziehen. Schweizer gehen etwa mit 24.

Ein junger Mann zieht von zu Hause aus. In Balkanländern passiert das relativ spät, in Skandinavien früh. In der Schweiz lebt jeder/r Sechste im Alter von 25-34 Jahren noch im Elternhaus. (Symbolbild) (FOTO: Keystone/URS JAUDAS)
Ein junger Mann zieht von zu Hause aus. In Balkanländern passiert das relativ spät, in Skandinavien früh. In der Schweiz lebt jeder/r Sechste im Alter von 25-34 Jahren noch im Elternhaus. (Symbolbild) (FOTO: Keystone/URS JAUDAS)

Die klassischen Mamminos, die Italiener und Griechen, sind Opfer eines Vorurteils: Auf der Rangliste der Spätauszieher des Statistischen Amts Eurostat stehen sie auf den Plätzen 7 und 11; das war schon vor 10 Jahren ungefähr so.

In Führung lagen 2019 Nordmazedonier und Montenegriner, gefolgt von den Serben, Kroaten, Bulgaren und Slowaken. Früh auf eigenen Beinen stehen dagegen die Jungen im Norden: Ausser den Schweden und Luxemburgern beziehen auch die Dänen, Finnen und Esten im Schnitt vor ihrem 23. Geburtstag eine eigene Bude.

In Dänemark und Schweden leben nur 4 respektive 5,7 Prozent der 25- bis 34-Jährigen noch im Elternhaus. Mehr als die Hälfte sind es hingegen in Kroatien (62 Prozent), Griechenland (57,8) und der Slowakei (56,4). Etwa 18 Prozent der Schweizer und Deutschen stehen mit 25-34 Jahren noch nicht auf eigenen Beinen. Europaweit beträgt der Durchschnitt 30 Prozent.

Wenig überraschend: Jungs residieren praktisch überall in Europa länger im Hotel Mama als Mädchen - ausser in Luxemburg, wo die jungen Frauen 0,3 Jahre später ausziehen als ihre Brüder. Am grössten ist der Altersunterschied in Rumänien (Frauen 25,7, Männer 30,3 Jahre), Bulgarien (27,6/32,1) und Kroatien (29,9/33,6).

(sda)


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