Aus Angst vor Corona-Welle: Städte in Brasilien sagen Karneval ab


News Redaktion
International / 24.11.21 17:14

Wegen der Corona-Pandemie haben mehr als 50 Städte im brasilianischen Bundesstaat São Paulo den Karneval 2022 abgesagt.

Tänzer der Sambaschule Imperatriz Leopoldinense nehmen an einer Gemeinschaftsprobe im Hauptquartier der Schule für den Karnevalsumzug 2022 in Ramos, im Norden von Rio de Janeiro, teil. Foto: Fernando Souza/dpa (FOTO: Keystone/dpa/Fernando Souza)
Tänzer der Sambaschule Imperatriz Leopoldinense nehmen an einer Gemeinschaftsprobe im Hauptquartier der Schule für den Karnevalsumzug 2022 in Ramos, im Norden von Rio de Janeiro, teil. Foto: Fernando Souza/dpa (FOTO: Keystone/dpa/Fernando Souza)

Die Stadtverwaltungen befürchten, dass Menschenansammlungen eine neue Erkrankungswelle auslösen könnten, wie brasilianische Medien wie das Nachrichtenportal G1 und die Zeitung Folha de S. Paulo am Dienstagabend (Ortszeit) berichteten.

Auf dem Höhepunkt einer ausser Kontrolle geratenen Corona-Welle im März und April war auch im reichen São Paulo das Gesundheitssystem zusammengebrochen, Massengräber wurden ausgehoben. Insgesamt haben sich in Brasilien nach offiziellen Angaben mehr als 22 Millionen Menschen mit dem Coronavirus infiziert, über 610 000 Patienten sind im Zusammenhang mit Covid-19 gestorben - mehr Tote gibt es nur in den USA. Brasilien hat rund 210 Millionen Einwohner.

Mit dem Fortschreiten der Impfkampagne ging die Zahl der Toten stark zurück, der Optimismus wuchs. Im Bundesstaat São Paulo, mit mehr als 40 Millionen Einwohnern der bevölkerungsreichste Brasiliens, sind mehr als 70 Prozent der Bevölkerung komplett geimpft. Vor zwei Wochen wurde dort erstmals seit Beginn der Pandemie in einem 24-Stunden-Zeitraum kein Corona-Toter registriert.

In der Metropole Rio de Janeiro im gleichnamigen Bundesstaat wurde in der vergangenen Woche der vorerst letzte Patient eines Krankenhauses für Corona-Infizierte in der Nordzone der Stadt entlassen. Sambaschulen bereiten sich auf die berühmten Umzüge im Sambodrom vor. Experten warnten, dass der falsche Eindruck vermittelt werden könnte, die Pandemie sei zu Ende.

(sda)


Anzeige
Anzeige

Das könnte Sie auch interessieren

Den Schweizer Curlerinnen droht das Out
Sport

Den Schweizer Curlerinnen droht das Out

An der Curling-EM in Lillehammer haben sich die Dinge gegen die Schweizerinnen um Skip Silvana Tirinzoni gewendet.

Erste auf Alpenrose spezialisierte Schmetterlingsart entdeckt
Schweiz

Erste auf Alpenrose spezialisierte Schmetterlingsart entdeckt

Die Alpenrose ist giftig und wird von Tieren und Insektenlarven gemieden. Umso überraschter waren der Ilanzer Schmetterlingsforscher Jürg Schmid und sein Tiroler Kollege Peter Huemer, als sie eine Schmetterlingsart entdeckten, deren Raupen Alpenrosenblätter essen.

EU-Staaten wollen Passagierflüge aus südlichem Afrika aussetzen
International

EU-Staaten wollen Passagierflüge aus südlichem Afrika aussetzen

Die EU-Staaten wollen angesichts einer neuen möglicherweise gefährlicheren Variante des Coronavirus alle Passagierflüge aus sieben Ländern im südlichen Afrika aussetzen. Davon betroffen sind Botsuana, Swasiland, Lesotho, Mosambik, Namibia, Südafrika und Simbabwe, wie die Deutsche Presse-Agentur in Brüssel nach einer Sondersitzung der EU-Staaten am Freitag aus Diplomatenkreisen erfuhr.

Siedlungen und Wälder wachsen auf Kosten der Landwirtschaft
Schweiz

Siedlungen und Wälder wachsen auf Kosten der Landwirtschaft

Die Siedlungsfläche in der Schweiz ist in den letzten zehn Jahren täglich um fast acht Fussballfelder gewachsen. Das ist etwas langsamer als in den Jahren davor. Die Vergrösserung der Siedlungsfläche erfolgte zu 90 Prozent auf Kosten der Landwirtschaftsfläche.