Aussenminister Ignazio Cassis überrascht Jugendliche in Sportlager


News Redaktion
Schweiz / 31.07.20 15:47

Aussenminister Ignazio Cassis hat am Vortag des 1. August 400 Jugendliche im Sommerlager im Nationalen Jugendsportzentrum Tenero TI besucht. In seiner Rede bediente er sich einer Tierfabel. Die Botschaft: Wer in Zukunft erfolgreich sein will, muss sich heute wappnen.

Aussenminister Ignazio Cassis hat am Vortag des 1. August 400 Jugendliche im Sommerlager im Nationalen Jugendsportzentrum Tenero TI besucht. (FOTO: KEYSTONE/Ti-Press/Samuel Golay)
Aussenminister Ignazio Cassis hat am Vortag des 1. August 400 Jugendliche im Sommerlager im Nationalen Jugendsportzentrum Tenero TI besucht. (FOTO: KEYSTONE/Ti-Press/Samuel Golay)

Die Tierfabel erzählt davon, wie die Ameisen während des Sommers fleissig Futter sammeln, während die Heuschrecke gemütlich im Gras liegt, sagte der Aussenminister gemäss Redetext zu den Jugendlichen in Tenero. Die Heuschrecke verstehe nicht, wieso man an einem schönen Sommertag so hart arbeiten solle, wo es doch genügend Futter für alle gebe. Die Ameisen jedoch wüssten, dass irgendwann der Winter käme und Futter zur Mangelware werde.

Nur, wer sich im Sommer gut vorbereitet, hat auch in den kalten Tagen genug zu essen, schloss Cassis die Geschichte - wer in Zukunft erfolgreich sein wolle, müsse sich heute drauf vorbereiten. Das wüssten nicht nur die Jugendlichen, die im Sommer trainierten statt in der Badi lägen, das habe auch die Corona-Krise gezeigt. Die Schweiz sei zum Glück ein Volk von fleissigen Ameisen.

Genauso wichtig seien auch Kameradschaft und Zusammenhalt. In letzter Zeit spürten wir, dass dieser Anreiz und die sozialen Kontakte fehlten, sagte Cassis. Wir brauchen die sozialen Kontakte, sie treiben uns an und bringen uns weiter. Ein hartes Training werde ein kleines Stück leichter, wenn man sich gegenseitig unterstütze.

So seien auch gute Beziehungen zum Ausland wichtig. Dadurch habe trotz der Grenzschliessungen der Warenverkehr und die Einreise für Grenzgängerinnen und Grenzgänger sicherstellt werden können. Auch medizinische Hilfsgüter hätten ausgetauscht werden können.

Für die Schweiz als Exportnation seien gute Beziehungen aber auch in ruhigeren Zeiten wichtig, sagte Cassis. Die Schweiz tue gut daran, die Beziehungen in guten Zeiten zu pflegen und keine abenteuerlichen Weg zu gehen, sagte Cassis - mit Verweis auf die zur Abstimmung stehende Begrenzungsinitiative. Als abenteuerlich erachtet es Cassis demnach, wenn die Initiative angenommen und damit die Personenfreizügigkeit mit der EU aufs Spiel gesetzt würde.

Das, was die Jugendlichen in diesen Tagen im Sportlager geleistet hätten, sei Sinnbild für all das, sagte Cassis: Wir halten uns physisch und psychisch fit, wir formen Beziehungen und wir pflegen den Austausch, um so gemeinsam bereit zu sein für die Herausforderungen der Zukunft.

(sda)


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