Schwerverletzte Autofahrerin nach Kollision mit Zug nahe Winterthur


News Redaktion
Schweiz / 23.02.21 00:17

Zwischen Schottikon und Elgg östlich von Winterthur ist es am späten Montagabend gegen 22.30 Uhr auf der SBB-Strecke zu einem spektakulären Unfall zwischen einem Auto und zwei Zügen gekommen. Eine 41-jährige Autolenkerin wurde bei dem Unfall schwer verletzt.

Die Kollision zwischen einem Auto und zwei Zügen nahe Winterthur führte dazu, dass der erste Wagen respektive die Achse aus den Gleisen sprangen. (Symbolbild) (FOTO: KEYSTONE/GEORGIOS KEFALAS)
Die Kollision zwischen einem Auto und zwei Zügen nahe Winterthur führte dazu, dass der erste Wagen respektive die Achse aus den Gleisen sprangen. (Symbolbild) (FOTO: KEYSTONE/GEORGIOS KEFALAS)

Aus bisher noch ungeklärten Gründen geriet die Automobilistin auf die Bahngleise der SBB, wie Ralph Hirt, Sprecher der Kantonspolizei Zürich, auf Anfrage sagte. Dabei sei die Frau mit ihrem Fahrzeug zwischen zwei Züge der SBB geraten, die in entgegen gesetzter Richtung unterwegs waren. Das Auto wurde dabei völlig zerstört.

Die Frau musste von der Ambulanz mit schweren Verletzungen ins Spital gefahren werden. Rund 80 Zugpassagiere, die unverletzt blieben, wurden evakuiert. Sie wurden mit Bussen weiterbefördert, wie die SBB am frühen Dienstagmorgen mitteilten. Auch die beiden Lokführer blieben unverletzt.

Es waren laut 20 Minuten mindestens 15 Fahrzeuge im Einsatz. Die Polizei hatte das Gebiet weiträumig abgeriegelt. Einen Bahnübergang gibt es an der Unfallstelle laut blick.ch nicht. Die Polizei klärt den Unfallhergang ab, wie Hirt der Keystone-SDA weiter sagte. Zwischen den zwei Zügen war nur rund 80 Zentimeter Platz.

Die SBB teilten ihrerseits mit, dass im Fernverkehr die Züge zwischen Zürich und Wil ausfallen. Weil die Platzkapazitäten in den Ersatzbussen beschränkt sind, raten die SBB von Reisen zwischen Winterthur und Wil während der Hauptverkehrszeit ab.

Die Dauer der Störung sei unbestimmt. Die SBB informiert über Umleitungen im Internet unter sbb.ch/railinfo. Auch der Güterverkehr wird umgeleitet. Die SBB bedauern die Unannehmlichkeiten und bitten betroffene Reisende um Entschuldigung.

Von der Kollision betroffen waren ein Interregio aus St. Gallen und ein Intercity aus Zürich. Beim Aufprall sprangen der erste Wagen respektive die Achse beim Aufprall aus den Gleisen. Die Kollision führte zu erheblichen Schäden an Zügen und Fahrbahn.

Noch in der Nacht haben die SBB damit begonnen, die Züge wieder aufzugleisen und die Fahrbahn zu reparieren. Aufgrund der nötigen Arbeiten bleibt die Strecke gesperrt. Wie lange der Unterbruch dauern wird, lasse sich noch nicht sagen, so eine SBB-Sprecherin.

Die Spurensicherung ist laut Hirt an der Arbeit. Die Polizei war in der Nacht dabei, die Unfallstelle zu räumen. Die Ost-West-Achse zwischen Zürich und St. Gallen gehört zu den stark befahrenen Verbindungen im schweizerischen Bahnverkehr.

(sda)


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