Axpo-Ergebnis von Strommarkt-Turbulenzen massiv beeinflusst


News Redaktion
Wirtschaft / 08.12.22 07:01

Die Turbulenzen auf den Energiemärkten haben das Axpo-Ergebnis im vergangenen Geschäftsjahr stark beeinflusst. Umsatz und Betriebsgewinn legten massiv zu. Die vom Bund bereitgestellte Staatshilfe musste der Energiekonzern aber bislang noch nicht in Anspruch nehmen.

Axpo-Ergebnis von Strommarkt-Turbulenzen verzerrt (Archivbild) (FOTO: KEYSTONE/MICHAEL BUHOLZER)
Axpo-Ergebnis von Strommarkt-Turbulenzen verzerrt (Archivbild) (FOTO: KEYSTONE/MICHAEL BUHOLZER)

Die Gesamtleistung im Geschäftsjahr 2021/22 (per Ende September) explodierte wegen der stark gestiegenen Energiepreise auf 10,5 Milliarden Franken nach 6,1 Milliarden im Vorjahr, wie der Konzern am Donnerstag mitteilte. Die eigene Stromproduktion aus Atomkraft, Wasserkraft und erneuerbaren Energien ging allerdings zurück, was die Axpo durch Stromzukäufe am Markt kompensieren musste.

In der Folge fiel das bereinigte Betriebsergebnis EBIT mit 392 Millionen Franken deutlich tiefer aus als im Vorjahr mit 643 Millionen. Nicht berücksichtigt ist dabei die negative Rendite der Stilllegungs- und Entsorgungsfonds (-13,6 Prozent nach +12,4 Prozent), welche das operative Ergebnis mit 327 Millionen belastete.

Stark positiv wirkte sich hingegen eine Wertaufholung des Kraftwerkparks aus, welche die Gruppe angesichts der stark gestiegenen Strompreise und der Preiserwartungen für die Zukunft vornahm.

Der ausgewiesene EBIT unter Berücksichtigung aller Sonderfaktoren belief sich auf 1,7 Milliarden nach 516 Millionen im Vorjahr. Unter dem Strich machte die Axpo einen Unternehmensgewinn von 594 Millionen nach einem solchen von 607 Millionen im Jahr 2020/21. Wegen der vom Bund gewährten Kreditlinie werde keine Dividende ausbezahlt, hiess es.

(sda)


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