Bahnhofplatz Brunnen SZ soll künftig mehr als Verkehrsknoten sein


News Redaktion
Regional / 03.06.21 19:00

Die Gemeinde Ingenbohl SZ will das Bahnhofsareal in Brunnen neu gestalten. Dieses soll als Verkehrsdrehscheibe ausgebaut werden, aber auch als Aufenthaltsraum attraktiv sein. Der Gemeinderat hat die Testplanung abgeschlossen und will nun den Masterplan ausarbeiten.

Brunnen SZ am Vierwaldstättersee soll einen neu gestalteten Bahnhofplatz erhalten. (Archivaufnahme) (FOTO: KEYSTONE/URS FLUEELER)
Brunnen SZ am Vierwaldstättersee soll einen neu gestalteten Bahnhofplatz erhalten. (Archivaufnahme) (FOTO: KEYSTONE/URS FLUEELER)

Dass die Gemeinde Ingenbohl den Bahnhofplatz neu gestalten will, hat verschiedene Gründe. Der öffentliche Verkehr ist wichtiger geworden, dieser muss zudem heute auch für Behinderte leicht zugänglich sein. Zudem hat sich der Platz, der früher am Nordrand von Brunnen lag, zu einem zentralen Ort zwischen dem Dorf und dem sich stark entwickelten Gebiet Brunnen Nord gewandelt.

Die Gemeinde liess bei zwei Architektenteams eine Testplanung durchführen. Beide Teams hätten wertvolle Vorschläge ausgearbeitet sowie Chancen und Probleme aufgezeigt, teilte der Gemeinderat am Donnerstag mit. Der Konzeptvorschlag des Teams OSMB aus Zürich werde nun für die Ausarbeitung eines Masterplans verwendet.

Ein fertiges Projekt liegt somit noch nicht vor, gewisse Eckpunkte nannte der Gemeinderat in seiner Mitteilung aber. So könnte es am Bahnhof Brunnen künftig vier Bushaltekanten geben. Der Verkehr soll gemäss den bisherigen Erkenntnissen über zwei Kreisel geführt werden. Damit könne auch eine vom Autoverkehr befreite Fläche geschaffen werden.

Beide Teams kamen gemäss der Mitteilung zum Schluss, dass ein Parkhaus entlang der Bahnlinie realisiert werden könnte. Den grössten Nutzen hätte der Bau, wenn er etwa mit Veloabstellplätzen, einem Kiosk, dem Bahnhofsstellwerk oder anderen Funktionen kombiniert würde. Bestehende Bauten könnten dann entfernt werden.

Die bestehende Rampe zur Personenunterführung beim Bahnhofgebäude bleibt gemäss der Testplanung aus Kostengründen bestehen, obwohl diese Lösung nicht die beste sei. Sie könnte mit einem Lift ergänzt werden.

Die Gemeinde will nun den Masterplan ausarbeiten und im Frühling 2022 den Stimmberechtigten einen Kredit für die Planung des konkreten Projekts beantragen. Die Bauarbeiten sollen 2026 beginnen.

(sda)


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