Bayerns Kampfansage nach der Pause


Roman Spirig
Sport / 19.01.20 19:59

Trainer Jürgen Klinsmann blieb mit Hertha Berlin gegen seinen Ex-Klub Bayern München chancenlos. Nach ansprechender erster Halbzeit kamen die Berliner gegen den Meister in der Schlussphase mit 0:4 unter die Räder.

Bayerns Kampfansage nach der Pause (Foto: KEYSTONE / EPA / FILIP SINGER)
Bayerns Kampfansage nach der Pause (Foto: KEYSTONE / EPA / FILIP SINGER)

Eine Stunde benötigte Bayern München, um im Berliner Olympiastadion in der Rückrunde der deutschen Meisterschaft anzukommen. Auf das 1:0 durch Thomas Müller, der nach mustergültiger Kopfballvorlage von Ivan Perisic aus sechs Metern einschiessen konnte, folgte eine Münchner Kampfansage an die Konkurrenz im Kampf um den Meistertitel. Robert Lewandowski (73.) per Foulpenalty, Thiago Alcantara (76.) und Ivan Perisic (84.) sorgten innerhalb von neun Minuten für den letztlich äusserst erfolgreichen Rückrundenauftakt des deutschen Serienmeisters.

Während einer Halbzeit hatte Hertha-Coach Jürgen Klinsmann seinen Ex-Klub geärgert, dann fanden sich die Bayern immer besser mit dem Defensivkonzept des Heimteams zurecht. Klinsmann, der rechtzeitig vor der Partie gegen die Bayern seine Trainerlizenz verlängert bekam und mit Hertha zuletzt vier Mal in Folge ohne Niederlage geblieben war, verordnete seinem Team eine extrem tiefe Grundhaltung. Die Bayern sollten den Ball zwar halten können, nicht aber dort, wo es gefährlich war.

Bis zum 0:1 nach einer Stunde ging die Taktik einigermassen auf. Auf den Gegentreffer hatte das Heimteam allerdings keine passende Marschroute parat. "Nachdem wir den Knoten geöffnet haben, hat sich Hertha auch nicht mehr gewehrt", sagte Torschütze Müller im Interview mit Sky. Dank dem Sieg zum Rückrunden-Auftakt übernehmen die Münchner mit vier Punkten Rückstand auf RB Leipzig den 2. Platz.

Gut in die Rückrunde gestartet ist am Sonntag auch Bayer Leverkusen. Das Team des ehemaligen BVB-Coachs Peter Bosz siegte bei Schlusslicht Paderborn 4:1. Kevin Volland brachte die Werkself aus Leverkusen mit einer Doublette (11./14.) früh auf Kurs. Der 27-jährige Angreifer sorgte in zwei Minuten 37 Sekunden für den schnellsten Leverkusner Doppelpack seit vier Jahren.

(sda)


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