Bedingte Freiheitsstrafen für zwei IZRS-Vorstandsmitglieder


News Redaktion
Schweiz / 27.10.20 15:36

Die Strafkammer des Bundesstrafgerichts hat die beiden Vorstandsmitglieder des Islamischen Zentralrats Schweiz (IZRS), Qaasim Illi und Nicolas Blancho, zu einer bedingten Freiheitsstrafe von 18 beziehungsweise 15 Monaten verurteilt.

Die Vorstandsmitglieder des Vereins Islamischer Zentralrat Schweiz (IZRS) Qaasim Illi (links) und Nicolas Blancho erschienen am Dienstag nicht zur Urteilsverkündung. (Archivbild) (FOTO: KEYSTONE/Ti-Press/Francesca Agosta)
Die Vorstandsmitglieder des Vereins Islamischer Zentralrat Schweiz (IZRS) Qaasim Illi (links) und Nicolas Blancho erschienen am Dienstag nicht zur Urteilsverkündung. (Archivbild) (FOTO: KEYSTONE/Ti-Press/Francesca Agosta)

Die beiden Verurteilten blieben der Urteilsverkündung am Dienstagnachmittag unentschuldigt fern. Das Strafgericht büsste die beiden mit jeweils 500 Franken.

Die Bundesanwaltschaft (BA) hatte beim Prozess im Oktober bedingte Freiheitsstrafen von 24 und 20 Monaten beantragt. Sie haben mit der Bewerbung von zwei Videos gegen das Al-Kaida-/IS-Gesetz verstossen haben.

Die Videos hatte das IZRS-Mitglied Naim Cherni hergestellt, für welche er 2015 nach Syrien gereist war. Cherni wurde für seine Taten rechtskräftig zu einer bedingten Freiheitsstrafe von 20 Monaten verurteilt. Im gleichen Hauptverfahren im Sommer 2018 standen auch Illi und Blancho das erste Mal vor dem Bundesstrafgericht.

Damals sprach es die beiden mit der Begründung frei, die Tatvorwürfe gegen sie seien in der Anklageschrift nicht hinreichend umschrieben worden. Die Bundesanwaltschaft (BA) legte gegen diese Urteile erfolgreich Beschwerde beim Bundesgericht ein. (Urteil SK.2020.7 vom 27.10.2020)

(sda)


Anzeige

Das könnte Sie auch interessieren

Künstlerisches Spiel mit dem grossen Knall im Museum Tinguely Basel
Schweiz

Künstlerisches Spiel mit dem grossen Knall im Museum Tinguely Basel

Die in Berlin lebende Künstlerin Katja Aufleger offenbart ein schalkhaftes Faible für explosive Mixturen, die sie aber vor dem grossen Knall einfriert. Eine Auswahl ihrer Installationen und Videos ist in der Ausstellung "GONE" im Museum Tinguely Basel zu sehen.

Luzerner Regierung will Psychiatrieversorgung verbessern
Regional

Luzerner Regierung will Psychiatrieversorgung verbessern

Die Psychiatrieversorgung im Kanton Luzern ist teilweise am Anschlag. Der Regierungsrat will diese mit vier Massnahmen verbessern und dafür 3,75 Millionen Franken jährlich aufwerfen. Weil Fachkräfte Mangelware sind, muss die Verbesserung aber über mehrere Jahre erfolgen.

Umfang des Obwaldner Härtefallprogramms ist noch offen
Regional

Umfang des Obwaldner Härtefallprogramms ist noch offen

Auch im Kanton Obwalden soll es für die von der Coronakrise in ihrer Existenz getroffenen Unternehmen eine Unterstützung geben. Der Umfang des Härtefallprogramms sei aber noch nicht festgelegt, teilte der Regierungsrat am Mittwoch mit.

Obwalden verlängert Dienstpflicht für Zivilschützer
Regional

Obwalden verlängert Dienstpflicht für Zivilschützer

Weil dem Kanton Obwalden die Zivilschützer ausgehen, verlängert der Regierungsrat die Dienstpflicht vorübergehend. Er stützt sich dabei auf eine neue Verordnung des Bundes, die 2021 in Kraft tritt.