Benji gewinnt die Rigi und Aeschbacher das Südwestschweizerische


Roman Spirig
Schwingen / 15.07.19 00:08

Der Sieg am gut besetzen Südwestschweizer Verbandsfest in Leukerbad ging wie erwartet an einen Gast. Der Berner Matthias Aeschbacher bezwang im Schlussgang den Freiburger Lario Kramer.

Benji gewinnt die Rigi und Aeschbacher das Südwestschweizerische (Foto: KEYSTONE / URS FLUEELER)
Benji gewinnt die Rigi und Aeschbacher das Südwestschweizerische (Foto: KEYSTONE / URS FLUEELER)

Aeschbacher überlistete Kramer nach wenigen Sekunden mit einem inneren Haken. Nach dem Schwarzsee-Sieg vor drei Wochen war es für den 27-jährigen Emmentaler bereits der zweite grosse Triumph in diesem Jahr.

Auf dem Weg zu seinem siebten Kranzfestsieg konnte Aeschbacher im Wallis einzig der Nordostschweizer Samuel Giger mit einem Gestellten im 2. Gang das Wasser reichen. Giger konnte jedoch nicht in den Kampf um den Tagessieg eingreifen. Der Thurgauer Sennenschwinger sah sich nach zwei Gestellten schon vor dem Mittagessen aus der Entscheidung geworfen.

Der beste Schwinger auf dem Platz war mit einer Ausnahme der Innerschweizer Gast Joel Wicki. Weil der Königsanwärter im 5. Gang gegen Mickael Matthey aber die Übersicht verlor, wurde er nur Dritter. Nach einem fast gelungen Kurzangriff lag Wicki plötzlich selbst mit dem Rücken im Sägemehl.

Am Rigi-Schwinget, dem dritten von sechs Bergkranzfesten in dieser Saison, erbte Benji von Ah den Sieg, weil im Schlussgang Christian Schuler und Domenic Schneider nach zwölf Minuten stellten. Das Trio lag nach fünf Gängen punktgleich in Führung, das Einteilungsgericht gab aber Schuler und dem Nordostschweizer Gast Schneider den Vortritt für den Schlussgang. Für den 32-jährigen Obwaldner Von Ah, der sich einzig Schuler (im 5. Gang) geschlagen geben musste, war es der siebte Kranzfestsieg, der erste seit über vier Jahren.

Auch am Berner Oberländer Gauverbandsfest in Interlaken brachte der Schlussgang zwischen Simon Anderegg und Patrick Gobeli keinen Sieger hervor. Deshalb erbten Bernhard Kämpf und Niklaus Zenger den Sieg. Kämpf, der in allen sechs Gängen nicht bezwungen werden konnte, beendete den Wettkampf im Rang 1a vor dem punktgleichen Zenger im Rang 1b. Die beiden Schwingerkönige Matthias Glarner und Kilian Wenger mussten sich mit sicheren Kranzplätzen begnügen. Glarner gewann auf seinem beschwerlichen Weg zurück an die Spitze immerhin vier Gänge und blieb unbesiegt. Wenger liess sich im 5. Gang vom 20-jährigen Newcomer Michael Wiget vom Schwingklub Laupen bodigen, womit er die Schlussgang-Teilnahme verpasste.

(sda)


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