Bergbahnen Graubünden fordert Gleichstellung mit ÖV


News Redaktion
Wirtschaft / 26.11.21 14:52

Der Präsident von Bergbahnen Graubünden (BBGR) fordert die Gleichstellung mit dem öffentlichen Verkehr (ÖV) und damit einen Verzicht auf die 3G-Regel für den Wintertourismus. Derzeit hoffen die Bergbahnen auf eine kontrollierte Öffnung der Skigebiete in Graubünden wie im letzten Winter.

Bergbahnen Graubünden fordert eine Gleichbehandlung mit dem ÖV und hofft auf eine kontrollierte Öffnung der Skigebiete wie im letzten Winter. (Archivbild) (FOTO: KEYSTONE/Ti-Press/PABLO GIANINAZZI)
Bergbahnen Graubünden fordert eine Gleichbehandlung mit dem ÖV und hofft auf eine kontrollierte Öffnung der Skigebiete wie im letzten Winter. (Archivbild) (FOTO: KEYSTONE/Ti-Press/PABLO GIANINAZZI)

Covid-19 sei gemäss wissenschaftlichen Erkenntnissen eine Innenraum-Pandemie, schrieb BBGR am Freitag in einer Mitteilung. Schutzkonzepte ermöglichten in der letzten Saison einen Wintertourismus. So soll es auch heuer sein.

Die 3G-Regel darf erst zur Anwendung kommen, wenn sonst ein Lockdown droht, sagte der BBGR-Präsident Martin Hug gegenüber der Nachrichtenagentur Keystone-SDA und forderte die Gleichstellung mit dem ÖV.

Es sei nicht nachvollziehbar, wenn Wintersportlerinnen und -sportler ohne 3G dichtgedrängt im Bus anreisen, am Berg jedoch Zertifikate benötigen würden. Es gäbe aus seiner Sicht keinen Unterschied zwischen einer Gondel und einem Zugwaggon.

Im Moment ist keine 3G-Regel für die Schneesportbetriebe vorgesehen. Hug forderte aber an der Generalversammlung der Branchenorganisation die Unternehmenden dazu auf, in verschiedenen Covid-Szenarien zu denken und für allfällige Verschärfungen gewappnet zu sein.

Es gelte einen volkswirtschaftlichen Schaden und die Gefährdung von Existenzen abzuwenden. Verglichen mit den Lockdown-Strategien im Tirol und Südtirol habe man in Graubünden im letzten Winter einen Schaden von einer Milliarde Franken verhindern können.

BBGR unterstützt deshalb das geplante Winterschutzkonzept der Bündner Regierung. Dieses besteht vorwiegend aus flächendeckenden, regelmässigen Corona-Tests, Impfungen und der Einhaltung der Schutzmassnahmen.

(sda)


Anzeige
Anzeige

Das könnte Sie auch interessieren

Zürcher Schüler müssen weiterhin Maske tragen
Schweiz

Zürcher Schüler müssen weiterhin Maske tragen

Angesichts der steigenden Corona-Fallzahlen hat der Zürcher Regierungsrat entschieden, die Maskenpflicht an den Schulen zu verlängern. Sie besteht vorerst bis zum 27. Februar. Nach den Sportferien wird dann entschieden, wie es weitergeht.

Kloten siegt, ohne zu glänzen
Sport

Kloten siegt, ohne zu glänzen

Kloten erfüllt im einzigen Mittwochspiel der Swiss League seine Aufgabe zwar nicht mit Bravur, der 5:2-Sieg auswärts gegen Thurgau ist aber nicht unverdient.

Ölpreise steigen erneut auf siebenjährige Höchststände
Wirtschaft

Ölpreise steigen erneut auf siebenjährige Höchststände

Der Höhenflug der Ölpreise setzt sich fort. Am Mittwoch stiegen die beiden wichtigsten Rohölsorten Brent und WTI abermals auf siebenjährige Höchststände. Ein Barrel (159 Liter) der Nordseesorte Brent kostete in der Nacht bis zu 89,04 US-Dollar.

Baumkronen sollen bis 2050 ein Viertel der Stadt Zürich beschatten
Schweiz

Baumkronen sollen bis 2050 ein Viertel der Stadt Zürich beschatten

Die Stadt Zürich hat am Donnerstag ihre neue Fachplanung Stadtbäume vorgestellt: Sie soll dafür sorgen, dass bis 2050 ein Viertel des Stadtgebiets durch Bäume beschattet ist. Bisher sind es 17 Prozent.