Berlusconi zahlte für Rubys Schweigen drei Millionen Euro


Roman Spirig
International / 04.12.18 18:00

Die Beziehung zwischen dem früheren Regierungschef Silvio Berlusconi und der minderjährigen Marokkanerin Karima el Mahroug alias Ruby sorgt für Aufregung in Italien. Ein Ex-Anwalt Rubys behauptete, Berlusconi habe drei Millionen Euro für Rubys Schweigen gezahlt.

Berlusconi zahlte für Rubys Schweigen drei Millionen Euro  (Foto: KEYSTONE / EPA / ZENNARO LUCA)
Berlusconi zahlte für Rubys Schweigen drei Millionen Euro (Foto: KEYSTONE / EPA / ZENNARO LUCA)

Zwei Millionen Euro habe Rubys Freund Luca Risso kassiert. Da Berlusconi genau gewusst habe, dass Ruby minderjährig gewesen sei, als diese in seiner Residenz in Arcore verkehrte, habe der Ex-Premier den Betrag ohne Protest gezahlt, sagte Rubys früherer Anwalt Egidio Verzini am Dienstag.

Die Zahlung sei von seinem Anwalt Nicolo Ghedini organisiert worden. Dieser habe der heute 26-jährigen Ruby Risso als Freund zur Seite gestellt. Das Geld sei auf ein Bankkonto in Mexiko geflossen.


(Foto: KEYSTONE / EPA / ZENNARO LUCA)
(Foto: KEYSTONE / EPA / ZENNARO LUCA)
(Foto: KEYSTONE / AP / Luca Bruno)
(Foto: KEYSTONE / AP / Luca Bruno)
(Foto: KEYSTONE / EPA ANSA / ANGELO CARCONI)
(Foto: KEYSTONE / EPA ANSA / ANGELO CARCONI)
(Foto: KEYSTONE / EPA / ETTORE FERRARI)
(Foto: KEYSTONE / EPA / ETTORE FERRARI)
(Foto: KEYSTONE / EPA / ZENNARO LUCA)
(Foto: KEYSTONE / EPA / ZENNARO LUCA)
(Foto: KEYSTONE / EPA / ZENNARO LUCA)
(Foto: KEYSTONE / EPA / ZENNARO LUCA)

Verzini war zwischen Juni und Juli 2011 Anwalt der Marokkanerin. Aus "ethischen Gründen" habe er jetzt beschlossen, die Wahrheit darüber zu erzählen, was sich im Fall Ruby abgespielt habe, auch wenn er mit schweren Folgen rechne, sagte er italienischen Medien am Dienstag.

Prompt kam die Reaktion von Berlusconis Anwalt Ghedini. Die Aussagen Verzinis, der lediglich ein Monat lang Rubys Anwalt gewesen sei, seien haltlos. Ghedini kündigte eine Klage gegen Verzini wegen Verleumdung an.

Berlusconi, der vier Mal das Amt des Ministerpräsidenten in Italien bekleidete, war 2010 angeklagt worden, bei den "Bunga Bunga Partys" Sex mit minderjährigen Prostituierten gehabt zu haben, darunter mit der Tänzerin "Ruby". Er war jedoch von den Vorwürfen in letzter Instanz freigesprochen worden. Derzeit läuft gegen Berlusconi noch ein Prozess wegen Zeugenbestechung im Zusammenhang mit dem Ruby-Fall.

Für mehr News - hier klicken

(sda)


Anzeige
Anzeige

Das könnte Sie auch interessieren

Manchester United entlässt José Mourinho
Sport

Manchester United entlässt José Mourinho

José Mourinho ist nicht mehr Trainer von Manchester United. Zwei Tage nach dem 1:3 in der Premier League gegen den Erzrivalen FC Liverpool wurde der Portugiese beim englischen Rekordmeister entlassen.

Postauto hat mit 24 Kantonen Rückzahlung von Abgeltungen vereinbart
Schweiz

Postauto hat mit 24 Kantonen Rückzahlung von Abgeltungen vereinbart

Die Postauto Schweiz AG bezahlt durch Tricksereien zu viel eingezogene Abgeltungen zurück. Sie hat mit den 24 betroffenen Kantonen und mit dem Bund Vereinbarungen getroffen. Zurückerstattet werden insgesamt 208,2 Millionen Franken.

Ilka Stuhec ist zurück
Sport

Ilka Stuhec ist zurück

Ilka Stuhec meldete sich als Siegfahrerin zurück. Die Slowenin gewann die Weltcup-Abfahrt in Val Gardena, womit sie erstmals seit ihrem Kreuzbandriss vom letzten Winter erfolgreich blieb.

Corvi bleibt beim HC Davos
Sport

Corvi bleibt beim HC Davos

Der umworbene Center Enzo Corvi bleibt beim HC Davos. Der 26-jährige Churer verlängerte den Vertrag mit den Bündnern um drei Jahre bis 2022.