Bern noch ein Sieg vom Meistertitel entfernt


Roman Spirig
Sport / 19.04.19 01:47

Der SC Bern steht dicht vor dem 16. Meistertitel. Dank einem 3:1-Sieg im vierten Spiel des Playoff-Finals in der National League erarbeiteten sich die Berner auch eine 3:1-Führung in der Serie und damit drei Matchpucks. Matchwinner war Gaëtan Haas mit zwei Treffern.

Bern noch ein Sieg vom Meistertitel entfernt (Foto: KEYSTONE / ENNIO LEANZA)
Bern noch ein Sieg vom Meistertitel entfernt (Foto: KEYSTONE / ENNIO LEANZA)

Nach vier Spielen liegen alle Vorteile bei Bern. Zug hatte zwar deutlich mehr vom Spiel, Bern aber liess sich nicht beirren und überzeugte mit Effizienz. Aus 10 Schüssen erzielten sie im zweiten Drittel zwei Tore, beide Male durch Haas. Zug verkürzte zwar noch einmal, doch Mark Arcobello sorgte gut zwei Minuten vor dem Ende mit einem Schuss ins leere Tor für die Entscheidung zu Gunsten der Berner.

"Ich bin überzeugt, dass wir am Donnerstag reagieren können", hatte Reto Suri nach der 1:4-Niederlage am Dienstag in Bern gesagt. Der Zuger Stürmer sollte recht behalten. Anders als am Dienstag, als Bern bereits nach 13 Minuten 3:1 geführt hatte, verschliefen die Zuger den Start dieses Mal nicht im Gegenteil: Der EVZ drückte von Beginn weg aufs Tempo, hielt die Intensität hoch und erarbeitete sich zahlreiche Chancen.

Tore wollten aber vorerst keine fallen. Im ersten Drittel kam Dario Simion mit einem Pfostenschuss (17.) dem Treffer am nächsten. Auch nach der ersten Pause war Zug die dominierende Mannschaft. In Führung gingen aber die Berner - bei der ersten Powerplay-Gelegenheit. Haas, der bereits im ersten Auswärtsspiel den ersten Treffer erzielt hatte, bezwang Tobias Stephan aus kurzer Distanz.

Kurz nach Spielmitte erhielten auch die Zuger ein Powerplay. Und prompt trafen sie zum Ausgleich. Das Tor von Garrett Roe wurde aber wegen Torhüter-Behinderung aberkannt. Ein umstrittener Entscheid, jedenfalls liessen sich die Zuger davon kurzfristig aus dem Konzept bringen. Thomas Thiry verlor die Scheibe und Haas erhöhte nach einem Abpraller auf 2:0 (37.).

25:13 für Zug lautete das Schussverhältnis nach 40 Minuten, 0:2 aber stand es auf der Resultattafel. Diese Hypothek war zu gross, obwohl Zug nicht aufgab, Lino Martschini im Powerplay noch verkürzte (45.) und der EVZ auch in der Folge zu zahlreichen Möglichkeiten kam. Doch wie so oft entschied ein Schuss ins leere Tor die Partie. Arcobello hatte bereits im letzten Spiel zweimal getroffen und den Schlusspunkt gesetzt.

Zug darf Hoffnung daraus schöpfen, dass es den SCB in Spiel 4 über weite Strecken dominierte. Mit einer solchen Leistung und mit etwas mehr Glück als am Donnerstag kann es die Berner in jedem Spiel bezwingen. Und Bern hat in einem Final - 2012 gegen die ZSC Lions - bereits einmal eine 3:1-Führung in der Serie verspielt.

Bern aber hat, und das spricht nicht für Zug, in den letzten vier Jahren nur gerade eine Playoff-Serie verloren, vor einem Jahr in den Halbfinals gegen die ZSC Lions (2:4). Und der Kern dieser überaus erfahrenen Berner Mannschaft hat sich nicht gross verändert. Trotz dem beherzten Auftritt, viel spricht in dieser Serie nicht mehr für Zug.

(sda)

Anzeige

Das könnte Sie auch interessieren

Polizei stoppt in Cham Lenkerin innert Kürze zweimal ohne Ausweis
Regional

Polizei stoppt in Cham Lenkerin innert Kürze zweimal ohne Ausweis

In Cham ZG ist am Samstagnachmittag eine 34-jährige Autofahrerin innerhalb weniger Stunden gleich zweimal ohne Führerausweis in eine Polizeikontrolle geraten. Die Staatsanwaltschaft beschlagnahmte ihr Fahrzeug.

Pablo Brägger nimmt seine letzten 14 Monate in Angriff
Sport

Pablo Brägger nimmt seine letzten 14 Monate in Angriff

Keine Weltcup-Serie, keine EM, keine Olympischen Spiele. Die Corona-Pandemie warf das Kalenderjahr der Kunstturner über den Haufen - und die Pläne von Pablo Brägger, dem Reck-Europameister von 2017.

Federer sieht derzeit keinen Sinn zu trainieren
Sport

Federer sieht derzeit keinen Sinn zu trainieren

Roger Federer hat in der langen Pause wegen der Coronavirus-Pandemie keine Lust zu trainieren.

US-Regierung verbietet Einreisen aus Brasilien wegen Coronavirus
International

US-Regierung verbietet Einreisen aus Brasilien wegen Coronavirus

Angesichts der rasant steigenden Zahl von Coronavirus-Infektionen in Brasilien hat die US-Regierung weitgehende Einreisebeschränkungen für Menschen aus dem südamerikanischen Land erlassen. Dies teilte das Weisse Haus am Sonntag mit.