Berner Chirurg wegen unausgereifter Implantate angeklagt


News Redaktion
Schweiz / 21.01.23 11:37

Die Berner Staatsanwaltschaft hat gegen einen Berner Chirurgen Anklage wegen schwerer Körperverletzung erhoben. Sie wirft ihm vor, mehreren Patienten angeblich unausgereifte Bandscheibenimplantate eingesetzt zu haben. Der Arzt weist die Vorwürfe zurück.

Beim Fall, der nun vor Gericht geklärt wird, geht es um angeblich unausgereifte Bandscheibenimplantate, die Patientinnen und Patienten eingesetzt worden sind. (Symbolbild) (FOTO: KEYSTONE/CYRIL ZINGARO)
Beim Fall, der nun vor Gericht geklärt wird, geht es um angeblich unausgereifte Bandscheibenimplantate, die Patientinnen und Patienten eingesetzt worden sind. (Symbolbild) (FOTO: KEYSTONE/CYRIL ZINGARO)

Über die Anklage hatte am Samstag zuerst "Das Magazin" der Tamedia-Medien berichtet. Der Sachverhalt geht auch aus der Anklageschrift hervor, die der Nachrichtenagentur Keystone-SDA vorliegt.

Der Fall wurde 2018 durch ein internationales Recherche-Team mit Beteiligung von Tamedia publik. Ein Berner Chirurg soll die Entwicklung eines angeblich unausgereiften Bandscheibenimplantats wissenschaftlich begleitet und das Implantat selber sieben Patienten eingesetzt haben.

Im Februar 2019 eröffnete die Berner Staatsanwaltschaft eine Untersuchung. Nun kommt der Fall vor Gericht. Es gilt die Unschuldsvermutung.

Im "Magazin" wies die Anwältin des Chirurgen die Vorwürfe zurück. Ihr Klient habe sich im Zusammenhang mit dem Fall "sowohl rechtlich als auch berufsethisch korrekt verhalten".

(sda)


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