Bessere öV-Verbindungen im Bündner Rheintal ab 2023


News Redaktion
Schweiz / 18.08.22 10:58

Der Kanton Graubünden holt den wegen der Pandemie aufgeschobenen Angebotsausbau im öffentlichen Verkehr (öV) nach. Der Fahrplan 2023 bringt insbesondere im Rheintal und dessen Umgebungen bessere Zugs- und Busverbindungen.

Postautos auf dem Postautodeck am Bahnhof Chur. Im Einzugsgebiet der Agglomeration Bündner Rheintal wird der Bus-Fahrplan verdichtet. (Archivbild) (FOTO: KEYSTONE/MARTIN RUETSCHI)
Postautos auf dem Postautodeck am Bahnhof Chur. Im Einzugsgebiet der Agglomeration Bündner Rheintal wird der Bus-Fahrplan verdichtet. (Archivbild) (FOTO: KEYSTONE/MARTIN RUETSCHI)

Im Bündner Rheintal wird das Angebot des öffentlichen Verkehrs teilweise neu strukturiert, wie das Departement für Infrastruktur, Energie und Mobilität am Donnerstag mitteilte. Ein Teil der Mobilität wird vom Bus auf die umweltfreundlichere Bahn verlagert.

Ein neues Buskonzept bringt schnellere Verbindungen in die Tourismusregion Flims/Laax. Im Einzugsgebiet der Agglomeration Bündner Rheintal werden die Takte verdichtet - etwa zwischen Domat/Ems, Chur und Trimmis.

Zwischen Chur und Thusis verkehrt zudem ein neuer Regioexpress der Rhätischen Bahn. Damit wird das Angebot auf dieser Strecke zum Halbstundentakt verdoppelt und die Fahrgäste erhalten schnellere Verbindungen. Ausserdem wird auf der Basis des neuen Regioexpress die Region Albula besser mit Bussverbindungen erschlossen.

Der Kanton wolle mit den Verbesserungen die Bevölkerung verstärkt zu einem Umsteigen vom motorisierten Individualverkehr auf den öV bewegen, hiess es in der Mitteilung. Im Bündner Rheintal wird zudem der Wechsel auf umweltfreundlichere Elektrobusse eingeläutet. Im Frühling 2023 werden auf Strecken zwischen Chur und Bad Ragaz elf Dieselbusse durch neue elektrische Fahrzeuge ersetzt.

Der Fahrplan 2023 bringt nicht nur ein ausgebautes öV-Angebot innerhalb Graubündens: Die SBB verstärken die überregionalen Verbindungen nach Landquart und Chur, wie sie bereits im Mai mitteilten. Zwischen Zürich und Chur wird auf Dezember 2022 an Wochenenden und Feiertagen der Intercity-Halbstundentakt eingeführt.

Zudem werden, ebenfalls an Wochenenden und Feiertagen, jeweils zwei IC-Züge über Bern bis nach Genf durchgebunden und das auch in der Gegenrichtung. Damit können Fahrgäste aus der Westschweiz umsteigefrei nach Graubünden reisen.

Ebenfalls an Wochenenden wird das Angebot an ICE-Direktverbindungen von und nach Deutschland auf vier Verbindungen verdoppelt. Es entsteht neu eine Direktverbindung von Kiel an der Ostsee nach Chur und von Chur nach Berlin.

(sda)


Anzeige
Anzeige

Das könnte Sie auch interessieren

Hüslers gelungener Auftakt in Sofia
Sport

Hüslers gelungener Auftakt in Sofia

Beim ATP-250-Turnier in Bulgariens Hauptstadt Sofia übersteht Marc-Andrea Hüsler (ATP 95) die erste Runde.

Überwachung der Wölfe kostet rund 500'000 Franken pro Jahr
Schweiz

Überwachung der Wölfe kostet rund 500'000 Franken pro Jahr

Der Bund investiert jährlich 1,1 Millionen Franken in die Überwachung von Grossraubtieren. Der Wolf allein beansprucht rund die Hälfte dieses Budgets.

65-jähriger Mann bei Kollision in Bachenbülach ZH schwer verletzt
Schweiz

65-jähriger Mann bei Kollision in Bachenbülach ZH schwer verletzt

Vier Fahrzeuge sind am Dienstagmorgen kurz nach 6.30 Uhr in Bachenbülach ZH zusammengestossen. Dabei wurde ein 65-jähriger Lenker eines Landwirtschaftsfahrzeugs schwer verletzt.

Habeck: Zwei Atomkraftwerke bleiben
International

Habeck: Zwei Atomkraftwerke bleiben "wohl" im ersten Quartal am Netz

Bundeswirtschaftsminister Robert Habeck (Grüne) geht davon aus, dass die Atomkraftwerke Isar 2 und Neckarwestheim "wohl" im ersten Quartal 2023 am Netz bleiben.