Betrüger ergaunern mit erfundenem Antarktisstaat rund 400 000 Euro


News Redaktion
International / 18.08.22 17:06

Kriminelle in Italien haben Hunderte mit der Gründung eines fiktiven Staats und damit vermeintlich verbundenen Vorteilen um insgesamt Hunderttausende Euro betrogen. Die ergaunerte Summe beläuft sich den Ermittlern zufolge auf ungefähr 400 000 Euro, die über ein Konto in Malta gewaschen worden seien.

ARCHIV - Kriminelle aus Italien hatten eine einfallsreiche Idee, wie sie ihr Vermögen aufbessern können. Foto: Monika Skolimowska/dpa-Zentralbild/dpa (FOTO: Keystone/ZB/Monika Skolimowska)
ARCHIV - Kriminelle aus Italien hatten eine einfallsreiche Idee, wie sie ihr Vermögen aufbessern können. Foto: Monika Skolimowska/dpa-Zentralbild/dpa (FOTO: Keystone/ZB/Monika Skolimowska)

Die Täter lockten laut Polizeimitteilung vom Donnerstag die Leute zum Beispiel damit, dass es in dem angeblichen Land in der Antarktis einen niedrigen Steuersatz und keine Impfpflicht gebe.

Der Fall begann im April 2021 mit einer Hausdurchsuchung im süditalienischen Catanzaro, wo Ermittler einen dort eingerichteten angeblich diplomatischen Sitz des "Souveränen Antarktischen Staates St. Georg" durchsuchten, wie die Polizei am Donnerstag mitteilte.

Mehr als 700 Menschen mit Wohnsitz in Italien liessen sich von den Tätern demnach überzeugen und beantragten für 200 bis 1000 Euro eine Staatsbürgerschaft in dem nicht existierenden Land.

Tatverdächtig sind zwölf Menschen, die bei einem italienweiten Einsatz in mehreren Städten unter Hausarrest gestellt wurden. Die Justiz wirft ihnen unter anderem Betrug, Herstellung gefälschter Dokumente und Vereinigung für eine Straftat vor. Sie ermittelt ausserdem gegen 30 weitere Menschen, die auf freiem Fuss sind.

(sda)


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