Biden fordert landesweite Maskenpflicht zur Corona-Eindämmung


News Redaktion
International / 13.08.20 23:30

Der designierte Präsidentschaftskandidat der US-Demokraten, Joe Biden, hat in der Corona-Krise eine landesweite Maskenpflicht gefordert. Jeder einzelne Amerikaner sollte ab sofort in der Öffentlichkeit einen Mund-Nasen-Schutz tragen und das mindestens für die kommenden drei Monate, sagte Biden am Donnerstag in Wilmington (Delaware), nachdem er und und seine Vize-Kandidatin Kamala Harris von Experten über die Corona-Pandemie unterrichtet wurden. "Jeder Gouverneur sollte das verpflichtende Tragen einer Maske vorschreiben", forderte Biden. Auf diese Weise könnten nach Schätzungen von Experten mindestens 40 000 Menschenleben in den kommenden drei Monaten gerettet werden.

ARCHIV - Der designierte Präsidentschaftskandidat der US-Demokraten, Joe Biden, trägt einen Mund-Nasenschutz. Foto: Andrew Harnik/AP/dpa (FOTO: Keystone/AP/Andrew Harnik)
ARCHIV - Der designierte Präsidentschaftskandidat der US-Demokraten, Joe Biden, trägt einen Mund-Nasenschutz. Foto: Andrew Harnik/AP/dpa (FOTO: Keystone/AP/Andrew Harnik)

Über das Tragen eines Mund-Nasen-Schutzes wird in den USA eine politisch aufgeladene Debatte geführt. US-Präsident Donald Trump hatte sich trotz einer entsprechenden Empfehlung der US-Gesundheitsbehörde CDC bei öffentlichen Auftritten lange Zeit ohne Maske gezeigt. Nun wirbt er auch dafür und ist inzwischen einige Male mit Maske aufgetreten. Wegen der dramatischen Virus-Ausbreitung gilt mittlerweile eine Maskenpflicht in der Mehrzahl der Bundesstaaten.

Es geht nicht um Ihre Rechte, sondern um Ihre Verantwortung als Amerikaner, sagte Biden. Eine landesweite Maskenpflicht würde ermöglichen, das Land schneller wieder auf Kurs zu bringen, sagte er. Seien Sie ein Patriot. Beschützen Sie ihre Mitbürger.

Die Corona-Pandemie ist eines der wichtigsten Themen im Wahlkampf. In den USA wurden bereits mehr als 5,2 Millionen Infektionen nachgewiesen. Harris beklagte erneut, dass in den USA bereits mehr als 165 000 Menschen im Zusammenhang mit der Erkrankung Covid-19 gestorben sind, wofür sie am Vortag Trump verantwortlich gemacht hatte. Sie versprach, dass eine von ihr und Biden angeführte Regierung für die Ausweitung von Testkapazitäten und der Einstellung von 100 000 Amerikanern für die Kontaktrückverfolgung sorgen würde. Jedem Amerikaner solle zudem Zugang zu einer sicheren und effektiven Impfung gewährleistet werden, sagte Harris.

(sda)


Anzeige

Das könnte Sie auch interessieren

Über Nennung der Nationalitäten in Polizeimeldungen wird abgestimmt
Schweiz

Über Nennung der Nationalitäten in Polizeimeldungen wird abgestimmt

Voraussichtlich am 7. März 2021 wird im Kanton Zürich darüber abgestimmt, ob in Polizeimeldungen die Nationalitäten genannt werden müssen oder nicht. Das Referendum gegen den Gegenvorschlag zur SVP-Volksinitiative zu diesem Thema ist zustande gekommen.

Zu aargauisch: Design der Limmattalbahn wird zum Lokalpolitikum
Schweiz

Zu aargauisch: Design der Limmattalbahn wird zum Lokalpolitikum

Zum "Design Limmattalbahn" ist im Stadtrat Schlieren ein Postulat eingereicht worden: Der Stadtrat soll prüfen, wie er Einfluss auf das Aussehen der Limmattalbahn nehmen kann, damit die Bahn zu einem Identifikationsfaktor für das Limmattal wird.

Luzerner Komitee fordert mutigere Politik statt neuen Namen für CVP
Regional

Luzerner Komitee fordert mutigere Politik statt neuen Namen für CVP

Ein Luzerner Komitee hält nichts von der Idee, den Parteinamen der CVP Schweiz durch "die Mitte" zu ersetzen. Es hat am Freitag seine Argumente gegen einen Namenswechsel präsentiert und fordert statt einem neuen Namen eine mutigere Politik.

ETH Zürich erweitert Schulleitung mit zwei neuen Vizepräsidentinnen
Schweiz

ETH Zürich erweitert Schulleitung mit zwei neuen Vizepräsidentinnen

Die ETH Zürich baut die Schulleitung von fünf auf sieben Mitglieder aus. Die Hochschule will damit auf das starke Wachstum der vergangenen Jahre reagieren und sich für künftige Herausforderungen rüsten.