Biden: USA wollen Spannungen mit Russland nicht eskalieren


News Redaktion
International / 16.04.21 02:18

Trotz der neuen Sanktionen gegen Russland will Washington nach den Worten von US-Präsident Joe Biden die Spannungen mit Moskau nicht weiter verschärfen.

Joe Biden, Präsident der USA, spricht im East Room des Weißen Hauses über Russland. Foto: Andrew Harnik/AP/dpa (FOTO: Keystone/AP/Andrew Harnik)
Joe Biden, Präsident der USA, spricht im East Room des Weißen Hauses über Russland. Foto: Andrew Harnik/AP/dpa (FOTO: Keystone/AP/Andrew Harnik)

Die USA sind nicht darauf aus, einen Kreislauf der Eskalation und des Konflikts mit Russland einzuleiten, sagte Biden am Donnerstag im Weissen Haus. Er warnte zugleich: Wenn Russland sich weiterhin in unsere Demokratie einmischt, bin ich bereit, weitere Massnahmen zu ergreifen. Die jetzt verhängten Sanktionen hätten härter ausfallen können, sagte Biden. Er habe sich aber dazu entschlossen, verhältnismässig zu reagieren.

Biden hatte Kremlchef Wladimir Putin in einem Telefonat am Dienstag ein Gipfeltreffen in einem Drittland vorgeschlagen. Am Donnerstag sagte der US-Präsident, nach seinem Vorschlag solle ein solches Treffen im Sommer in Europa stattfinden. Ob Putin die Einladung annimmt, ist weiter offen. Im Kreml hiess es dazu, dass Sanktionen für solche Gipfelpläne nicht hilfreich seien. Allerdings müssten am Ende die Staatschefs selbst entscheiden, ob sie sich treffen.

Als Vergeltung für Moskau zugeschriebene Hackerangriffe und Einmischungen in die US-Wahlen hatten die USA zuvor zehn russische Diplomaten ausgewiesen und eine Reihe neuer Sanktionen verhängt. Unter den Diplomaten der Vertretung in Washington seien auch fünf Mitarbeiter russischer Geheimdienste, erklärte das Weisse Haus am Donnerstag. Das russische Aussenministerium nannte die Handlungen der amerikanischen Seite inakzeptabel und kündigte eine scharfe Reaktion auf die neuen US-Sanktionen an.

(sda)


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