Bill Cosby geht nach Urteil zu Missbrauch in Berufung


News Redaktion
International / 23.06.22 03:24

Der frühere US-Fernsehstar Bill Cosby will nach seiner Verurteilung zu umgerechnet 475'000 Franken Schadenersatz wegen Missbrauchsvorwürfen in Berufung gehen.

Der ehemalige US-Schauspieler Bill Cosby geht nach der Niederlage in einem Missbrauchsprozess in die Revision. Geklagt hatte Judy Huth, die als Jugendliche von Cosby missbraucht worden sein soll. (Archivbild) (FOTO: KEYSTONE/AP)
Der ehemalige US-Schauspieler Bill Cosby geht nach der Niederlage in einem Missbrauchsprozess in die Revision. Geklagt hatte Judy Huth, die als Jugendliche von Cosby missbraucht worden sein soll. (Archivbild) (FOTO: KEYSTONE/AP)

Das kündigte Cosbys Sprecher Andrew Wyatt am Mittwoch laut einem Bericht des Magazins "Variety" an. Die Klägerin Judy Huth werde nie Geld von dem 84-jährigen früheren Schauspieler erhalten.

Wyatt bezeichnete das Urteil in einem Zivilprozess vom Vortag zugleich als erstaunlichen Sieg für Cosby. Zwar hätten die Geschworenen im kalifornischen Santa Monica der Klägerin 500'000 Dollar Schadenersatz zugesprochen, sie hätten aber auf eine Verurteilung Cosbys zu einem zusätzlichen Strafschadenersatz verzichtet. Dieser hätte bei mehr als zehn Millionen Dollar liegen können, erklärte der Sprecher.

In Zivilverfahren in den USA werden Beschuldigte häufig zu einem über dem tatsächlichen Schaden liegenden Strafschadenersatz verurteilt, der als Strafe und zur Abschreckung gedacht ist.

Cosby war am Dienstag schuldig gesprochen worden, 1975 die damals 16-Jährige Huth sexuell missbraucht zu haben. Der Angriff hatte sich nach Huths Angaben in der berühmten Playboy Mansion zugetragen, der Villa von "Playboy"-Gründer Hugh Hefner in Los Angeles.

Der mit der Sitcom "Die Bill Cosby Show" weltberühmt gewordene Schauspieler, der dem zweiwöchigen Prozess ferngeblieben war, bestreitet jeglichen Übergriff. Es ist seine erste Verurteilung in einem Zivilverfahren.

Mehr als 60 Frauen haben Cosby des sexuellen Missbrauchs beschuldigt, allerdings sind die meisten Fälle verjährt.

(sda)


Anzeige

Das könnte Sie auch interessieren

In Zürcher Spitälern gilt teilweise wieder Maskenpflicht
Schweiz

In Zürcher Spitälern gilt teilweise wieder Maskenpflicht

Steigende Coronavirus-Fallzahlen lassen die Spitäler wieder vorsichtiger werden. Spitäler, welche die allgemeine Maskenpflicht zwischenzeitlich aufgehoben haben, führen sie wieder ein.

Wenn Tennisspielerinnen über schwere Waffen sprechen
Sport

Wenn Tennisspielerinnen über schwere Waffen sprechen

In der 2. Runde von Wimbledon spielen die Ukrainerinnen Angelina Kalinina und Lesia Zurenko gegeneinander. Der Krieg ist ihren Köpfen allgegenwärtig.

Hochwasser und Erdrutsche - Zivilschutzalarm im südlichen Österreich
International

Hochwasser und Erdrutsche - Zivilschutzalarm im südlichen Österreich

Ein schweres Unwetter hat im österreichischen Bundesland Kärnten eine Spur der Verwüstung hinterlassen.

Mehr als 40 tote Migranten in Lastwagen in Texas gefunden
International

Mehr als 40 tote Migranten in Lastwagen in Texas gefunden

Die Leichen von mehr als 40 Menschen sind im US-Bundesstaat Texas in einem Lastwagen am Rande der Grossstadt San Antonio gefunden worden. Bei den Toten handle es sich wahrscheinlich um Migranten, die illegal in die USA eingereist seien, berichteten US-Medien am Montag (Ortszeit) unter Berufung auf Ermittler. Mindestens zwölf weitere Menschen seien noch lebend gefunden und in nahe gelegene Krankenhäuser gebracht worden. Die Polizei suchte demnach nach dem Fahrer des Sattelzugs, der sein Fahrzeug in einer abgelegenen Gegend zurückgelassen hatte. Warum die Menschen gestorben waren, war zunächst noch unklar. Den Berichten zufolge soll es in San Antonio aber in den vergangenen Tagen sehr heiss gewesen sein.