Bisheriger Vize Michael Schöll wird Chef des Bundesamts für Justiz


News Redaktion
Schweiz / 25.02.21 09:00

Von der zweiten in die erste Reihe: Der bisherige Vize Michael Schöll wird ab Anfang September das Bundesamt für Justiz (BJ) leiten. Er löst Martin Dumermuth ab, der Ende August 2021 das ordentliche Pensionsalter erreicht.

Michael Schöll, bisheriger Vizedirektor im Bundesamt für Justiz (BJ), löst per Anfang September Amtsdirektor Martin Dumermuth ab, der in Pension geht. (Archivbild) (FOTO: KEYSTONE/ANTHONY ANEX)
Michael Schöll, bisheriger Vizedirektor im Bundesamt für Justiz (BJ), löst per Anfang September Amtsdirektor Martin Dumermuth ab, der in Pension geht. (Archivbild) (FOTO: KEYSTONE/ANTHONY ANEX)

Der Bundesrat ernannte Schöll am Mittwoch zum neuen BJ-Direktor. Am Donnerstag trat der 47-jährige Privatrechtsexperte zusammen mit Justizministerin Karin Keller-Sutter erstmals als designierter Chef vor die Bundeshausmedien. Im vergangenen Frühjahr war Schöll mehrmals an den Points de Presse der Fachexperten des Bundes zum Thema Coronavirus anwesend, in seiner Funktion als BJ-Vizedirektor und Chef des Direktionsbereichs Privatrecht.

Schöll arbeitet seit über zwölf Jahren im Bundesamt. Er hat gemäss Mitteilung des Justizdepartements (EJPD) einen breiten wissenschaftlichen Hintergrund und verfügt über langjährige Erfahrung in der Privatwirtschaft. Als Vizedirektor habe er seine fachlichen Kenntnisse, Managementqualitäten und Sozialkompetenz unter Beweis gestellt, heisst es.

Im BJ war Schöll zunächst als Chef des Fachbereichs Internationales Privatrecht tätig. Ab Januar 2012 war er stellvertretender Leiter des Direktionsbereichs Privatrecht, per Mai 2015 wurde er zum Leiter des Direktionsbereichs ernannt. Für die Amtsperiode 2013/2014 war Schöll Präsident der Uno-Kommission für internationales Handelsrecht (Uncitral). Diese setzt sich für die weltweite Harmonisierung und Vereinheitlichung des internationalen Handelsrechts ein.

Der gebürtige Thurgauer aus Romanshorn erwarb im Jahr 2000 nach dem Jus-Studium in St. Gallen das Anwaltspatent des Kantons Genf und später auch jenes im US-Bundesstaat New York. Im Juni 2004 schloss er sein Doktorat an der Universität Basel ab.

Seine berufliche Laufbahn startete Schöll an der Uni St. Gallen. Es folgten Jobs an der Universität Genf und an der ETH Zürich. Von 2004 bis 2008 war Schöll als Rechtsanwalt in einer Kanzlei in Zürich tätig.

(sda)


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