BKW mit Integration von IT-Tochter UMB auf Kurs


Roman Spirig
Wirtschaft / 23.05.22 14:23

Bei der BKW ist die Integration der übernommenen UMB auf Kurs. Bis 2025 dürfte sich der Umsatz der neu aufgebauten IT-Sparte damit deutlich erhöhen.

BKW mit Integration von IT-Tochter UMB auf Kurs (Foto: KEYSTONE / PETRA OROSZ)
BKW mit Integration von IT-Tochter UMB auf Kurs (Foto: KEYSTONE / PETRA OROSZ)

Die Eingliederung der Schwestergesellschaften sei auf Kurs, sagte UMB-Chef Martin Gartmann am Montag an einer Medienkonferenz in Zürich. Gemeint sind die anderen BKW-IT-Firmen Swisspro Solutions, Ngworx und AlphaTrust.ch.

Seit Anfang 2022 gehört der Schweizer IT-Dienstleister UMB zu 100 Prozent zum Berner Energiekonzern. Damit hat sich die noch im Aufbau befindende BKW-IT-Sparte auf einen Schlag um rund 500 Mitarbeiter vergrössert. UMB wurde Teil der BKW-Division "Building Solutions", bleibt aber eine eigenständige Gesellschaft.

Bis Ende Juni sollen AlphaTrust.ch und Ngworx in UMB eingegliedert werden. Im zweiten Halbjahr folgt die Integration von Swisspro Solutions. Zum 1. Januar 2023 werde UMB dann als einheitliche Marke rund 800 Mitarbeitende beschäftigen, sagte Gartmann. Man werde mittelfristig an 14 Standorten in der Schweiz und in Madrid vertreten sein.

2021 erzielte das IT-Unternehmen mit Hauptsitz in Cham einen Umsatz von rund 170 Millionen Franken. Für das laufende Jahr rechnet Gartmann mit einem Umsatz von rund 250 Millionen. Und bis 2025 soll der Umsatz allein organisch auf rund 325 Millionen anwachsen. Der BKW-Gesamtkonzern machte 2021 einen Umsatz von 3,6 Milliarden Franken.

Akquisitionen werden laut Gartmann bei UMB auch in Zukunft sicherlich ein Thema bleiben. UMB war 2012 aus der UMB Consulting AG und der Paninfo AG hervorgegangen. Seither hat sich die Gesellschaft sieben andere Unternehmen einverleibt.

Mit der Übernahme durch die BKW deckt UMB nun die gesamte Schweiz ab. In der Romandie sowie in der Ostschweiz sei man noch nicht vertreten gewesen, sagte Gartmann weiter.

Die BKW sei zudem der erste Interessent gewesen, mit dem es zu Gesprächen gekommen sei, obwohl UMB laufend Übernahmeangebote erhalten habe. Der ausschlaggebende Punkt war Gartmann zufolge unter anderem, dass UMB unter dem neuen Dach ein eigenständiger IT-Dienstleister bleiben kann.

UMB berät rund 850 aktive Kunden aus verschiedenen Branchen. Schwerpunkte sind zum Beispiel Cybersecurity oder Cloud-Dienstleistungen. Berührungspunkte mit Energiethemen habe man bis anhin nicht gehabt. Künftig dürfte der Bereich aber wichtig werden.

(sda)


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