Blatter bietet sich als Zeuge an


Roman Spirig
Schweiz / 04.07.19 17:02

Der ehemalige FIFA-Präsident Joseph Blatter hat sich den französischen Korruptions-Ermittlern als Zeuge angeboten. "Ich stehe ihnen zur Verfügung", sagte der 83-jährige Walliser dem britischen Nachrichtensender BBC. "Ich bin bereit, zu helfen und diese Dinge klarzustellen."

Blatter bietet sich als Zeuge an (Foto: KEYSTONE / TI-PRESS / PABLO GIANINAZZI)
Blatter bietet sich als Zeuge an (Foto: KEYSTONE / TI-PRESS / PABLO GIANINAZZI)

Die Behörden untersuchen derzeit offenbar hartnäckig die Vergabe der Fussball-WM 2022 nach Katar im Jahr 2010. Zuletzt war der frühere UEFA-Präsident Michel Platini, der wie Blatter von der FIFA-Ethikkommission im Herbst 2015 gesperrt worden war, mehrere Stunden lang vernommen worden.

"Ich habe gehört, dass sie mit mir sprechen möchten", sagte Blatter, der inzwischen in mehreren Untersuchungen befragt wurde. Dass dabei grosse Erkenntnisse gewonnen wurden, ist bislang nicht bekannt. Von den Ermittlungen gegen sich selbst hält Blatter nichts: "Es läuft seit vier Jahren und nichts ist passiert. Dieser Fall sollte zu den Akten gelegt werden."

Hintergrund der Platini-Befragung war ein Abendessen im Élysée-Palast kurz vor der WM-Vergabe, an dem neben Frankreichs damaligem Präsidenten Nicolas Sarkozy und Tamim bin Hamad, dem damaligen Kronprinzen und heutigen Emir des Emirats Katar, auch Platini teilgenommen hatte. Vernommen wurden auch Sophie Dion, eine frühere Sport-Beraterin von Sarkozy, und der frühere Élysée-Generalsekretär Claude Guéant.

(sda)


Anzeige

Das könnte Sie auch interessieren

Kein Weltuntergang: Asteroid
International

Kein Weltuntergang: Asteroid "2006QV89" fliegt vorbei

Aus dem All fliegt ein riesiger Gesteinsbrocken in Richtung Erde. Lange sind sich die Wissenschaftler im Unklaren: Trifft er unseren Planeten oder fliegt er vorbei? Jetzt haben sie seine Flugbahn beobachtet und geben Entwarnung.

Mann in Zuger Toilette starb eines natürlichen Todes
Regional

Mann in Zuger Toilette starb eines natürlichen Todes

Der Mann, der am Sonntagmorgen leblos in einer öffentlichen Toilette in Zug aufgefunden wurde, ist eines natürlichen Todes gestorben. Das ergaben die Untersuchungen des Zürcher Instituts für Rechtsmedizin.

UKW-Ende kommt möglicherweise zwei Jahre früher als geplant
Schweiz

UKW-Ende kommt möglicherweise zwei Jahre früher als geplant

Die UKW-Sender in der Schweiz werden möglicherweise zweieinhalb Jahre früher abgestellt als geplant. Falls eine Branchenlösung zustande kommt, soll es bereits Mitte 2022 soweit sein. Gemäss Bund soll DAB+ bis spätestens Ende 2024 die UKW-Technologie ersetzen.

FPÖ-Politiker schiesst in Österreich von Balkon
International

FPÖ-Politiker schiesst in Österreich von Balkon

Ein Kommunalpolitiker der österreichischen rechtspopulistischen FPÖ soll Medienberichten zufolge von einem Balkon in Österreich mehrere Schüsse abgegeben haben. Der 57-Jährige sei vorläufig festgenommen worden, berichtete die Nachrichtenagentur APA.