Blutige Proteste in Myanmar - Russland warnt vor Einmischung


News Redaktion
International / 06.04.21 15:29

Angesichts der blutigen Proteste gegen den Militärputsch in Myanmar warnt Russland vor Sanktionen gegen das südostasiatische Land.

Polizisten sitzen in einem Lastwagen und fahren Patrouille in Yangon. Foto: Uncredited/AP/dpa (FOTO: Keystone/AP/Uncredited)
Polizisten sitzen in einem Lastwagen und fahren Patrouille in Yangon. Foto: Uncredited/AP/dpa (FOTO: Keystone/AP/Uncredited)

Drohungen, Druck und die Anwendung von Sanktionsinstrumenten gegen die handelnden Behörden Myanmars seien aussichtslos und äusserst gefährlich, teilte das Aussenministerium in Moskau der Nachrichtenagentur Interfax am Dienstag mit. Eine solche Linie trägt nur dazu bei, die Parteien gegeneinander aufzuhetzen. Zudem treibe es das Volk in einen Bürgerkrieg, hiess es.

Seit Wochen gehen Einsatzkräfte in Myanmar mit brutaler Gewalt gegen jeden Widerstand vor. Nach jüngsten Schätzungen der Gefangenenhilfsorganisation AAPP wurden seit dem Umsturz vor zwei Monaten mindestens 564 Menschen getötet. Fast 2700 Menschen sitzen demnach im Zuge des Putsches in Haft. Der UN-Sicherheitsrat hatte das Militär in der vergangenen Woche zur Zurückhaltung aufgerufen. Die USA arbeiten nach eigenen Angaben an Sanktionen.

Russland rief dazu auf, sich nicht in die inneren Angelegenheiten Myanmars einzumischen. Gleichzeitig wolle Moskau die Zusammenarbeit auch in militärischer Hinsicht fortsetzen, hiess es. Russlands Vize-Verteidigungsminister Alexander Fomin hatte erst vor mehr als einer Woche an einer Militärparade in Myanmar teilgenommen.

(sda)


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