Bolsonaro: Schluss mit illegaler Abholzung des Regenwalds bis 2030


News Redaktion
International / 16.04.21 06:27

Brasiliens Präsident Jair Bolsonaro hat in einem Brief an seinen US-Kollegen Joe Biden zugesagt, die illegale Abholzung des Amazonas-Regenwaldes bis 2030 zu beenden. Dieses Ziel erfordere aber erhebliche finanzielle Mittel, erklärte der Rechtsradikale.

Nachdem der konservative brasilianische Präsident Jair Bolsonaro bisher die illegale Abholzung des Regenwalds aus wirtschaftlichen Gründen zugelassen hat, verspricht er jetzt, die Handbremse zu ziehen. Und streckt gleichzeitig der internationalen Gemeinschaft die hohle Hand entgegen. (Archivbild) (FOTO: Keystone/AP/SILVIA IZQUIERDO)
Nachdem der konservative brasilianische Präsident Jair Bolsonaro bisher die illegale Abholzung des Regenwalds aus wirtschaftlichen Gründen zugelassen hat, verspricht er jetzt, die Handbremse zu ziehen. Und streckt gleichzeitig der internationalen Gemeinschaft die hohle Hand entgegen. (Archivbild) (FOTO: Keystone/AP/SILVIA IZQUIERDO)

Er hoffe daher auf jede mögliche Unterstützung der internationalen Gemeinschaft sowie von Unternehmen und der Zivilgesellschaft.

Unter Bolsonaro hat die Vernichtung des Regenwaldes in Brasilien dramatisch zugenommen. Umweltschützer machen dafür direkt die Politik Bolsonaros verantwortlich, die illegale Rodungen begünstige. Bolsonaro hatte schon im Wahlkampf angekündigt, das Amazonas-Gebiet stärker wirtschaftlich zu erschliessen, und öffnete immer wieder Schutzgebiete für Landwirtschaft und Bergbau.

Am 22. und 23. April nimmt Bolsonaro an einem von den USA organisierten virtuellen Klimagipfel teil, zu dem 40 Staats- und Regierungschefs aus aller Welt eingeladen wurden.

Biden hat den Kampf gegen die Erderwärmung zu einem seiner Hauptanliegen gemacht. Sein Vorgänger Donald Trump hatte die USA aus dem Pariser Klimaschutzabkommen von 2015 geführt und die Vereinigten Staaten damit bei der Klimapolitik international zum Aussenseiter gemacht. Biden kehrte nach seinem Amtsantritt im Januar umgehend wieder zu der Vereinbarung zurück.

Der Amazonas-Regenwald ist für den Klimaschutz von zentraler Bedeutung - er gilt als grüne Lunge der Erde. Die Bäume können CO2 aufnehmen und speichern. Wenn sie jedoch abbrennen, absterben oder abgeholzt werden, gelangt das Treibhausgas wieder in die Atmosphäre.

(sda)


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