Bundesanwaltschaft reicht so viele Anklagen ein wie noch nie


News Redaktion
Schweiz / 06.04.21 11:45

Mit 29 Anklagen im ordentlichen Verfahren hat die Bundesanwaltschaft im vergangenen Jahr so viele Anklagen eingereicht wie noch in keinem Jahr zuvor.

Der Eingang des Bundesstrafgerichts in Bellinzona. (Archivbild) (FOTO: KEYSTONE/PABLO GIANINAZZI)
Der Eingang des Bundesstrafgerichts in Bellinzona. (Archivbild) (FOTO: KEYSTONE/PABLO GIANINAZZI)

29 Anklagen hat die Bundesanwaltschaft im vergangenen Jahr an das Bundesstrafgericht in Bellinzona TI überwiesen. Dies geht aus dem Tätigkeitsbericht 2020 hervor, den die Bundesanwaltschaft am Dienstag veröffentlichte. Dies sind so viele wie noch nie. So waren es im Jahr 2019 etwa 17 Anklagen, im Jahr 2018 10.

Ende des vergangenen Jahres waren bei der Bundesanwaltschaft 428 Strafuntersuchungen hängig, etwas mehr als Ende 2019 (395). Die meisten hängigen Verfahren betreffen den Staatsschutz (196), die Geldwäscherei (119) und die allgemeinen Wirtschaftskriminalität (83).

Ebenfalls hängig waren 249 (317) Rechtshilfeverfahren. 269 (248) Rechtshilfeersuchen wurden abgeschlossen und 213 (244) neue gingen ein.

Im vergangenen Jahr überwies die Bundesanwaltschaft zudem 4 (7) Anklagen im abgekürzten Verfahren sowie 10 (23) Strafbefehle als Anklage im ordentlichen Verfahren. Zudem stellte sie 203 (228) Strafbefehle aus.

Nach dem Austritt von Bundesanwalt Michael Lauber Ende August, seien die notwendigen organisatorischen Schritte eingeleitet worden, heisst es weiter in dem Bericht. So sei der operative Betrieb jederzeit gewährleistet gewesen.

Dazu beigetragen habe auch eine per Anfang 2020 eingesetzte interne Task Force im Rahmen der COVID-19-Pandemie. Diese Arbeiten hätten die Auswirkungen aus der Pandemie auf den operativen Betrieb auffangen können.

(sda)


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