Bundesrat Berset zu Coronavirus: "Schweiz ist sehr gut vorbereitet"


Roman Spirig
Schweiz / 22.01.20 15:10

Die Ausbreitung des Coronavirus ist auch am WEF in Davos ein grosses Thema. Gesundheitsminister Alain Berset sagte heute vor den Medien, dass die Schweiz die Situation sehr genau verfolge. "Wir sind sehr gut vorbereitet."

Bundesrat Berset zu Coronavirus: Schweiz ist sehr gut vorbereitet (Foto: KEYSTONE / ALESSANDRO DELLA VALLE)
Bundesrat Berset zu Coronavirus: Schweiz ist sehr gut vorbereitet (Foto: KEYSTONE / ALESSANDRO DELLA VALLE)

Berset traf im Rahmen seines Aufenthalts am Weltwirtschaftsforum unter anderem den Generaldirektor der Weltgesundheitsorganisation WHO, Tedros Adhanom Ghebreyesus, wie er vor den Medien sagte. Die Schweiz habe dabei bei der Bekämpfung des Coronavirus ihre Hilfe angeboten - "wir helfen, wo wir helfen können", sagte Berset.

Während der grossen Ebola-Epidemie im Jahr 2014 hatte die Schweiz verschiedentliche Hilfsleistungen erbracht. In Genf war beispielsweise der erste Schweizer Ebola-Patient behandelt worden. Der 43-jährige kubanische Arzt, der sich in Sierra Leona mit dem Ebola-Erreger infiziert hatte, konnte danach geheilt wieder nach Hause zurückfliegen. Zudem testeten die Universitätsspitäler Genf und Lausanne einen Ebola-Impfstoff.

Wie die Schweizer Hilfe im Kampf gegen das Coronavirus aussehen könnte, führte Bundesrat Berset nicht aus. Er sagte: "Wir stehen zur Verfügung." In der Schweiz selbst existiere für solche Ereignisse ein Aktionsplan. Dieser werde umgesetzt, sollte sich die Situation weiterentwickeln.


In Davos unternahm Bundesrat Berset nach eigenen Angaben weitere Anstrengungen auf internationaler Ebene, damit die allgemeine Gesundheitsversorgung in Notsituationen gewährleistet ist. Auch das Thema Gesundheitsdaten sei in verschiedenen bilateralen Treffen angesprochen worden.

Berset bezeichnete das WEF in Davos als Zentrum der internationalen Gesundheitspolitik. So viele Akteure in so kurzer Zeit zu treffen, sei sonst nur in Genf und New York möglich. Auch seine achte Teilnahme als Bundesrat sei sehr positiv verlaufen.

Berset traf in Davos beispielsweise den brasilianischen Gesundheitsminister Luiz Henrique Mandetta und den niederländischen Amtskollegen Bruno Bruins. Zusammen mit Verteidigungsministerin Viola Amherd führte er zudem Gespräche mit Phumzile Mlambo-Ngcuka, der Direktorin der Uno-Frauenorganisation.

Dabei sei es um Gleichstellung, Lohngleichheit und häusliche Gewalt gegangen - "alles Themen, die den Bundesrat sehr beschäftigen". Für diese Herausforderungen lägen in der Schweiz Lösungen auf dem Tisch, sagte Berset. "Nun müssen Taten folgen."

(sda)


Anzeige
Anzeige

Das könnte Sie auch interessieren

Russland: Raumstation kann noch zehn Jahre im All bleiben
International

Russland: Raumstation kann noch zehn Jahre im All bleiben

Die Internationale Raumstation ISS kann nach Einschätzung der russischen Raumfahrtbehörde Roskosmos noch bis 2030 ohne Probleme im All bleiben.

Drogen, kein Ausweis und gestohlenes Auto - Selbstunfall in Riehen
Schweiz

Drogen, kein Ausweis und gestohlenes Auto - Selbstunfall in Riehen

Unter Drogeneinfluss, ohne Fahrausweis und mit einem gestohlenen Auto hat ein 37-jähriger Mann am Samstagabend in Riehen BS einen Selbstunfall verursacht. Er prallte auf der Lörracherstrasse in eine Ampel, wie die Kantonspolizei Basel-Stadt am Sonntag mitteilte.

The Australian Pink Floyd Show
Events

The Australian Pink Floyd Show

Nach mehr als 30 Jahren Zelebration von Pink Floyds Musik auf der ganzen Welt, kehrt The Australian Pink Floyd Show mit einer neuen Tournee für 2020 zurück.

Hoffnung für unsere Bäume - wie sie dem Klimawandel trotzen
Schweiz

Hoffnung für unsere Bäume - wie sie dem Klimawandel trotzen

Möglicherweise kommen Bäume mit der Klimaerwärmung besser klar als gedacht. Zu einem gewissen Mass können sie sich nämlich an neue Bedingungen anpassen. Und die "Erinnerung" an diese Anpassung sogar an ihre Nachkommen weitergeben, wie WSL-Forschende zeigen.