Clevere Slowaken werden mit den Polen fertig


Roman Spirig
Regional / 14.06.21 20:11

Auch an ihrer zweiten EM-Teilnahme (nach 2016) sind die slowakischen Fussballer erfolgreich. Sie besiegen zum Auftakt in der Gruppe E die favorisierten Polen 2:1.

Clevere Slowaken werden mit den Polen fertig (Foto: KEYSTONE / AP / Dmitri Lovetsky)
Clevere Slowaken werden mit den Polen fertig (Foto: KEYSTONE / AP / Dmitri Lovetsky)

Die Polen hatten wenige Sekunden nach der Pause durch Mittelfeldspieler Karol Linetty zum 1:1 ausgeglichen und begannen den Druck in der zweiten Halbzeit zu erhöhen, als eine Szene in der 62. Minute alles auf den Kopf stellte. Der schon verwarnte Pole Grzegorz Krychowiak trat einem Gegenspieler auf den Fuss. Er bekam die Gelb-rote Karte vom rumänischen Schiedsrichter Ovidiu Hategan zu Recht gezeigt. In Überzahl spielend, benötigten die Slowaken nur sieben Minuten, um das siegbringende 2:1 zu erzielen.

Der Torschütze war Milan Skriniar, der slowakische Starspieler vom italienischen Meister Inter Mailand. Skriniar war in zweifacher Hinsicht der Matchwinner, denn er formierte das Defensivspiel so, dass die Polen trotz mehr als 60 Prozent Ballbesitz nur zu wenigen guten Torchancen kamen.

Polens renommierte Stürmer Robert Lewandowski und Piotr Zielinski konnten sich über die 90 Minuten nie so gut entfalten, wie sie es in ihren Klubs Bayern München und Napoli gewohnt sind - auch weil sie kaum verwertbare Bälle bekamen.

Die Polen gerieten nach 18 Minuten auf kuriose Art in Rückstand. Aussenverteidiger Bartosz Bereszynski liess sich tunneln, sodass Robert Mak von der Seite aus das Tor ziehen konnte. Juventus-Goalie Wojciech Szczesny liess den Ball an den näheren Pfosten und danach via Arm ins Tor prallen. Es wurde ein Eigentor.

Bei ihrem ersten Auftritt an einem EM-Turnier vor fünf Jahren kamen die Slowaken nach einem Sieg gegen Russland und einem Remis gegen England als beste Gruppendritte weiter, bevor sie in den Achtelfinals an den Deutschen scheiterten. Ein ähnlich ehrenvolles Abschneiden scheint für die wenig berühmte Fussballnation auch diesmal möglich zu sein.

(sda)


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