Constantin und der spezielle Weg: Kündigung für neun Spieler


News Redaktion
Sport / 19.03.20 12:48

Christian Constantin greift als Präsident des FC Sion im Zuge der Krise wegen des Coronavirus zu einer drastischen Massnahme. Er kündigt neun Spielern den Vertrag fristlos.

Christian Constantin hat neun Spielern fristlos gekündigt (FOTO: KEYSTONE/SALVATORE DI NOLFI)
Christian Constantin hat neun Spielern fristlos gekündigt (FOTO: KEYSTONE/SALVATORE DI NOLFI)

Betroffen sind Johan Djourou, Pajtim Kasami, Alex Song, Ermir Lenjani, Xavier Kouassi, Seydou Doumbia, Mickaël Facchinetti, Christian Zock und Birama Ndoye. Sie hatten sich zuvor geweigert, eine neue Vereinbarung mit dem Klub zu unterschreiben, um die Voraussetzungen für die Kurzarbeit zu erfüllen: zum von der Arbeitslosenversicherung vorgesehenen Maximallohn von 12500 Franken. Sieben der neun Spieler haben befristete Verträge, die im Juni auslaufen.

Die Entlassungen werden mit grosser Sicherheit ein juristisches Nachspiel haben. Bis dahin spart der FC Sion aber einiges an Lohnkosten. Die entlassenen Spieler gehören zu den am besten verdienenden im Klub.

Problematisch dürfte die Massnahme für den Walliser Super-League-Verein werden, falls die Saison noch zu Ende gespielt wird. Davon geht Constantin offensichtlich nicht aus. Denn bei einer Fortsetzung der vorerst bis Ende April pausierenden Meisterschaft würden Sion wichtige Spieler fehlen. Die Mannschaft belegt 13 Runden vor Schluss den drittletzten Platz mit nur vier Punkten Reserve auf den direkten Abstiegsplatz.

(sda)


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