Corona in Ischgl: Kommission will Bericht am 12. Oktober vorlegen


News Redaktion
International / 28.09.20 13:44

Der folgenschwere Ausbruch des Coronavirus im österreichischen Skiort Ischgl und die Rolle der Tiroler Behörden sind von einer Kommission aufgearbeitet worden. Am 12. Oktober wollen die unabhängigen Experten ihren Bericht über das Krisenmanagement der Tiroler Landesregierung vorlegen, wie sie am Montag mitteilten.

ARCHIV - Ein Ortsschild steht am Ausgang der Ortschaft Ischgl. Foto: Jakob Gruber/APA/dpa (FOTO: Keystone/APA/Jakob Gruber)
ARCHIV - Ein Ortsschild steht am Ausgang der Ortschaft Ischgl. Foto: Jakob Gruber/APA/dpa (FOTO: Keystone/APA/Jakob Gruber)

Die Kommission war im Mai vom Landtag eingesetzt worden. Dem Land und seiner Tourismusbranche wird vorgeworfen, nicht schnell genug auf die Ausbreitung reagiert und den Betrieb zu spät gestoppt zu haben.

Die Kommission hat nach eigenen Angaben 53 Beteiligte befragt. Dazu zählten neben Politikern auch Corona-Patienten, Ärzte und Verantwortliche der Tourismusindustrie. Der Skibetrieb in Tirol wurde erst Tage nach dem ersten positiven Corona-Test bei einem Barkeeper in Ischgl sowie Warnungen über erkrankte Ischgl-Rückkehrer aus anderen Ländern beendet.

Trotz Quarantäne-Verordnungen durften Touristen und Saisonkräfte unter teils chaotischen Umständen ausreisen. Verbraucherschützer haben Musterklagen auf Schadenersatz eingereicht.

(sda)


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