Corona-Kredite für Profiklubs angepasst


Roman Spirig
Sport / 25.09.20 15:35

National- und Ständerat verabschiedeten zum Abschluss der Herbstsession einstimmig das Covid-19-Gesetz. Dieses bringt nicht zuletzt für die Fussball- und Eishockey-Profiklubs wesentliche Verbesserungen. Wichtigste Änderung: Für die Corona-Kredite gilt keine Solidarhaftung mehr. Das Geld geht nun direkt an die Vereine und nicht an die jeweilige Liga.

Corona-Kredite für Profiklubs angepasst (Foto: KEYSTONE /  / )
Corona-Kredite für Profiklubs angepasst

Ein Kredit kann maximal 25 Prozent des Betriebsaufwands der Saison 2018/2019 betragen. Falls ein Klub den Kredit nicht innerhalb von drei Jahren zurückzahlen kann, muss er die Lohnsumme um bis zu 20 Prozent kürzen. Allfällige Lohnkürzungen, die im Rahmen der Budgetmassnahmen wegen der Corona-Ausfälle bereits getätigt wurden, werden dabei angerechnet.

Bei der ursprünglichen Vorlage, welche die Ligen zusammen mit dem Bundesamt für Sport (BASPO) ausgearbeitet hatten, hätten die Klubs solidarisch für allfällige Kreditausfälle gehaftet. Vor allem dieser Punkt war von den Vereinen als untauglich und nicht umsetzbar kritisiert worden. Auch wenn ab dem 1. Oktober die Stadien wieder mit bis zu zwei Dritteln der Sitzplätze gefüllt werden dürfen, rechnen die Vereine für die kommende Saison mit Millionenverlusten.

(sda)


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