Coronavirus: Glarus möchte mehr testen, hat aber keine Kapazitäten


News Redaktion
Regional / 16.04.21 17:52

Der Kanton Glarus möchte die repetitiven Corona-Flächentests ausweiten. Weil aber die Laborkapazitäten ausgereizt sind, kommt das Projekt nur schleppend voran.

In Glarus soll - mit Ausnahme an Schulen - nur das zentrale Pooling-Testverfahren zum Einsatz kommen. (Symbolbild) (FOTO: KEYSTONE/ALESSANDRO DELLA VALLE)
In Glarus soll - mit Ausnahme an Schulen - nur das zentrale Pooling-Testverfahren zum Einsatz kommen. (Symbolbild) (FOTO: KEYSTONE/ALESSANDRO DELLA VALLE)

Zur Zeit werden im Kanton Glarus Mitarbeitende des Kantonsspitals, der Alters- und Pflegeheime, Schulkinder und Lehrpersonal der Sekundarstufe und Mitarbeitende zweier Betriebe regelmässig getestet. Weil die Laborkapazitäten nur beschränkt verfügbar seien, könne man die Testtätigkeiten nur schleppend ausbauen, hiess es in einer Mitteilung des Kantons vom Freitag.

Im Kanton Glarus gibt es kein Labor, welches die Tests auswerten kann. Deshalb sei man gezwungen, ein Labor ausserhalb anzufragen, erklärte Richard Weishaupt, kantonaler Testkoordinator auf Anfrage der Nachrichtenagentur Keystone-SDA. Die Kapazitäten seien aber vielerorts bereits ausgeschöpft und die Anfragen des Kantons zurückgewiesen worden. Man sei aber daran, neue Lösungen zu finden.

Dazu kommt, dass für den Kanton Glarus, mit Ausnahmen der Schulen, nur das zentrale Poolingsystem zur Anwendung kommen soll, wie Weishaupt weiter ausführte. Dabei würden die einzelnen Proben nur zur Hälfte zusammengeschüttet, um bei einem positiven Ergebnis sofort die Verbleibenden nachzutesten. Dies habe den Vorteil, dass gerade in kleineren Unternehmen nicht sämtliche Mitarbeitenden isoliert werden müssten, bis sie nachgetestet seien, so Weishaupt. Das Verfahren hat aber wiederum den Nachteil, dass es mehr Laborkapazitäten benötigt.

Rund fünfzig Betriebe hätten sich grundsätzlich interessiert gezeigt, an wöchentlichen Coronatests teilzunehmen, sagte Weishaupt. Sobald genügend Laborkapazitäten organisiert seien, würde man die Betriebe in das Testverfahren aufnehmen. Den Vorwurf, der Kanton Glarus habe zu spät gehandelt, wies Weishaupt aber zurück. Dadurch, dass Graubünden eine Vorreiterrolle in der Teststrategie einnehme, habe der Kanton die Kapazitäten in der Region bereits frühzeitig sichern können. Glarus sei aber auch bei den Ersten gewesen, die ihre Teststrategie beim Bund eingereicht hätten.

(sda)


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