CVP-Präsident Gerhard Pfister zur Wiederwahl vom Zuger CVP-Regierungsrat Beat Villiger


Roman Spirig
Regional / 08.10.18 12:57

Das Geständnis über seine aussereheliche Affäre hat ihm nicht geschadet: Der Zuger Regierungsrat Beat Villiger (CVP) ist am Sonntag mit drittbestem Ergebnis wiedergewählt worden. Villiger will nun einige Tage Bedenkzeit und dann entscheiden, ob er die Wahl annimmt. Der Präsident der CVP-Schweiz Gerhard Pfister gibt uns im Central-Radiointerview seine Meinung ab.

CVP-Präsident Gerhard Pfister zur Wiederwahl vom Zuger CVP-Regierungsrat Beat Villiger  (Foto: KEYSTONE / ANTHONY ANEX)
CVP-Präsident Gerhard Pfister zur Wiederwahl vom Zuger CVP-Regierungsrat Beat Villiger (Foto: KEYSTONE / ANTHONY ANEX)

  • Aus dem Radio Central Liveprogramm: 

    Das meint Gerhard Pfister zur Widerwahl von Beat Villiger

    Der Zuger Regierungsrat Beat Villiger (CVP) ist trotz der Enthüllung einer ausserehelichen Affäre am Sonntag wiedergewählt worden. Er holte 18'440 Stimmen und landete damit auf dem dritten Platz. CVP-Schweiz-Präsident Gerhard Pfister (ZG) nimmt im Interview mit Renato Götte Stellung und analysiert die Wiederwahl.

Der Hintergrund zum Interview: Das Privatleben des CVP-Sicherheitsdirektors dominierte den Wahlsonntag in Zug. Villiger geriet wenige Tage vor den Wahlen in die Schlagzeilen, weil er einer Frau ein Auto auslieh, obwohl diese keinen Fahrausweis hatte. Diese Frau war seine frühere Geliebte, mit der er eine Tochter hat, wie er gegenüber dem "SonntagsBlick" zugab.

Die Zugerinnen und Zuger unterstützten ihn trotzdem - oder hatten schon zu einem früheren Zeitpunkt brieflich gewählt. Villiger holte 18'440 Stimmen und schaffte es damit auf den guten dritten Platz. Ob er die Wahl annimmt, ist allerdings noch offen. Er will einige Tage Bedenkzeit und erst dann über seine Zukunft entscheiden.


(Foto: KEYSTONE / PETER KLAUNZER)
(Foto: KEYSTONE / PETER KLAUNZER)

  • Aus dem Radio Central Liveprogramm: Beat Villiger nimmt Stellung im Gespräch mit Renato Götte und erklärt, warum er nach der Wahl nicht sicher ist, das Amt auch weiter anzunehmen.

Neben dem Thema Villiger rückte der Rechtsrutsch im Regierungsrat beinahe in den Hintergrund: Der Kanton Zug wird in den kommenden vier Jahren rein bürgerlich regiert. Die Linke fliegt raus.

Die CVP holte mit Silvia Thalmann-Gut einen dritten Sitz und verdrängte die Alternativen - die Grünen (ALG), die bisher mit Regierungsrätin Manuela Weichelt-Picard vertreten war. Diese entschied sich, nicht mehr anzutreten. ALG-Kandidat Andreas Hürlimann schaffte es jedoch nur auf den zweitletzten Platz.

Weil auch die SP mit ihrer Kandidatin Barbara Gysel keinen Sitz holte, besteht die Zuger Regierung nun aus 3 CVP, 2 FDP und 2 SVP. Eine Frau ist mit Silvia Thalmann-Gut weiterhin vertreten.

Das beste Resultat erzielte CVP-Gesundheitsdirektor Martin Pfister (21'679 Stimmen), gefolgt von SVP-Finanzdirektor Heinz Tännler (19'042 Stimmen). Auf dem dritten Platz wie erwähnt Beat Villiger, gefolgt von SVP-Bildungsdirektor Stephan Schleiss (18'236 Stimmen).

Auf dem fünften Platz landete die einzige Frau, Silvia Thalmann-Gut, mit 16'405 Stimmen. Die beiden letzten Plätze belegten die FDP-Kandidaten Andreas Hostettler (15'148 Stimmen) und Florian Weber, der 15'087 Stimmen holte.

Sie schafften es somit, die frei gewordenen FDP-Sitze von Matthias Michel und Urs Hürlimann zu verteidigen.

Bei den Kantonsratswahlen hatten die Linken mehr Erfolg: Im Gegensatz zum Regierungsrat gibt es dort einen leichten Linksrutsch. Die Alternativen - die Grünen (ALG) gewinnen einen zusätzlichen Sitz, die SP sogar zwei Sitze.

SVP, FDP und CVP wiederum verlieren je einen Sitz. Stärkste Fraktion bleibt trotz Sitzverlust aber die CVP mit neu 21 Sitzen. Die SVP hält neu noch 18 und die FDP 17 Sitze im 80-köpfigen Parlament. Mit grossem Abstand folgen dann die ALG mit neu 11 Sitzen und die SP mit neu 9 Sitzen.

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(sda)


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