Dario Cologna schnuppert am Holmenkollen am Podestplatz


News Redaktion
Sport / 08.03.20 14:03

Dario Cologna läuft im Massenstartrennen in klassischer Technik über 50 km am Holmenkollen in den guten 6. Rang. Der Podestplatz entgleitet dem Bündner erst auf den letzten Kilometern.

Dario Cologna (5) mit kräftigen Doppelstock-Stössen. (Archivaufnahme) (FOTO: KEYSTONE/EPA/KIMMO BRANDT)
Dario Cologna (5) mit kräftigen Doppelstock-Stössen. (Archivaufnahme) (FOTO: KEYSTONE/EPA/KIMMO BRANDT)

Cologna stiess bereits zum elften Mal in diesem Winter in die Top Ten vor - und auch in der Overall-Wertung nimmt er Platz 10 ein. Der vierfache Olympiasieger hat im Vergleich zum vergangenen Winter wieder einen Schritt vorwärts gemacht. Der einzige Ausreisser nach oben bleibt allerdings der 3. Rang von Davos im Einzelstart-Rennen über 15 km Skating. Für einen Podestplatz muss inzwischen alles stimmen.

Dies schien am Holmenkollen in Oslo, dem Mekka des nordischen Skisports, der Fall zu sein. Bei garstigem Wetter hegte der in wenigen Tagen 34 Jahre alt werdende Bündner bis kurz vor Schluss Ambitionen auf seinen fünften Podestplatz auf der weltweit prestigeträchtigsten Strecke. Als der spätere Sieger und erfolgreiche Titelverteidiger Alexander Bolschunow und der Skiathlon-Olympiasieger Simen Hegstad Krüger eine Lücke aufrissen, formierten sich Cologna und Sjur Röthe als Verfolger-Duo. Allerdings wurden die beiden noch von einer weiteren kleinen Gruppe eingeholt. Damit lag ein weiterer Podestplatz am Holmenkollen für den Sieger von 2018 kaum mehr drin, denn auf der Zielgeraden zählt Cologna nicht mehr zu den Schnellsten. Im Kampf um Platz 3 setzte sich aus der Fünfergruppe mit 20 Sekunden Rückstand der Norweger Emil Iversen durch. Cologna fehlten 2 Sekunden zum Podest. Mit Jonas Baumann auf Platz 25 holte ein zweiter Schweizer Weltcuppunkte.

Cologna muss sich nichts vorwerfen lassen. Er gestaltete das Rennen aktiv, das Material funktionierte. Der Bündner vollzog als einer der Ersten aus der Spitzengruppe den Skiwechsel. Auch dank Material-Vorteil zwischen Kilometer 30 bis 40 drückte Cologna aufs Tempo und war massgeblich an der Zäsur im Feld beteiligt. Dies lässt sich an den Bonus-Punkten ablesen. Der Bündner sammelte bei den Zwischenwertungen insgesamt 38 Weltcuppunkte - für den 6. Rang im Ziel kamen bloss noch deren 34 hinzu. Der Schweizer und der Weltcup-Führende Bolschunow waren die einzigen zwei Läufer, welche heuer am Holmenkollen die Phalanx der Norweger durchbrachen.

Das Weltcup-Wochenende in Norwegens Hauptstadt fand wegen des Coronavirus offiziell unter Ausschluss der Öffentlichkeit statt. Gleichwohl hatte sich zahlreiche Fans ihren Weg durch die Wälder rund um Oslo gebahnt und die Läuferinnen und Läufer an der Strecke angefeuert.

(sda)

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